Die Online-Verschwörungs-Szene enttarnt die großen Pluto-Lügen

Roboter, Japan, Raumfahrt, JAXA, Kirobo Bildquelle: Kirobo Project
In den letzten Tagen konnten die Wissenschaftler und Millionen Interessierte in aller Welt den ersten dichten Kontakt einer Sonde mit dem Zwergplaneten Pluto feiern. Doch inzwischen ist längst auch die Zeit jener angebrochen, die die gesamte Mission für eine Fälschung halten, bei der die US-Raumfahrtagentur NASA die Öffentlichkeit geschickt an der Nase herumführt.
Was Raumfahrt-Verschwörungstheorien angeht, ist die Leugnung der Mondlandungen wohl die bekannteste. Die meisten Themen aus dieser Szene erreichen allerdings nur selten die Öffentlichkeit. Doch ebenso weitreichend wie der bekannte Internet-Fakt, dass es von allem Denkbaren auch eine pornographische Umsetzung gibt, ist auch die Welt der Hoaxes - immerhin ist selbst etwas triviales wie Zahnpasta nicht davor gefeit, als gefährliche Verschwörung gescholten zu werden.

Nur kurz nachdem der Vorbeiflug der Sonde "New Horizons" am Pluto also breit in den Medien auftauchte, sprießen in verschiedensten Ecken des Netzes nun also auch hierfür die entsprechenden Verschwörungstheorien aus dem Boden. Natürlich wurden nicht nur verschiedene Argumente gegen die offizielle Darstellung schriftlich niedergelegt, sondern einige Nutzer machten sich sogar die Arbeit, ihre Ausführungen in YouTube-Videos festzuhalten.

Die Pluto-Truther sind daDie Pluto-Truther sind daDie Pluto-Truther sind daDie Pluto-Truther sind da

Wie absurd die Argumentationsketten dabei sind, zeigt beispielhaft der User Crrow77, der zumindest eindrucksvolle Bilder davon liefern kann, wie schön sich der Jupiter von der Erde aus mit einem relativ einfachen Teleskop beobachten lässt. Seine weitergehenden Schlüsse zeugen allerdings von einem weitgehenden Fehlen jeglicher astronomischer Kenntnisse.

Dieser User ist zumindest der festen Überzeugung, dass die NASA den Pluto nicht erreicht hat, ja sogar die Sonde wohl nicht einmal losgeflogen ist. Quasi der einzige "Beleg" den er dafür präsentiert ist ein Vergleich zweier Aufnahmen, die jeweils mit Teleskopen mit einem Durchmesser von rund 8 Zoll gemacht wurden: Eines davon hat er selbst gemacht - von seinem Wohnort aus fotografierte er den Jupiter, der gut mit seiner Maserung und den vier Monden zu erkennen ist.

Die andere Aufnahme ist ein Bild des Pluto, das vom Teleskop, das New Horizon an Bord hat, angefertigt wurde. Trotz der sehr viel geringeren Distanz sind hier nur einige verwaschene Pixel zu erkennen. Für Crrow77 der Beweis: Die angeblich viel näher herangeflogene Sonde kann nicht mit seinen Aufnahmen mithalten, war also nie wirklich so dicht herangekommen. Völlig außer Acht lässt er hierbei allerdings, dass der Durchmesser des Jupiters schlicht mehr als 50 mal größer ist als der des Pluto und der Planet auf größere Distanz natürlich besser zu erkennen ist.


Es geht allerdings noch deutlich gewagter: So behauptet ein Nutzer in einem Forum nicht nur, dass die New Horizons-Mission eine Fälschung ist, sondern dass es auch Pluto überhaupt nicht gibt. Dies leitet er aus der Annahme ab, dass eigentlich überhaupt kein Himmelskörper existiert, der nicht von der Erde aus direkt zu sehen ist. Denn: Es wurde schließlich alles von Gott gestaltet und dieser hätte überhaupt keinen Grund, etwas zu erschaffen, was von seinen Schützlingen auf der Erde nicht beobachtet werden kann. Alles andere hätten die NASA, die Russen und die Illuminaten (und wer weiß, wer sonst noch) erfunden.

Und natürlich gibt es auch die komplett andere Richtung: Solche, die sowohl den Pluto als auch die ihn besuchende Sonde für echt halten. Diese meinen, auf den Bildern, die die NASA veröffentlichte, aber Strukturen auszumachen, die wie Gebäude aussehen und nur von Aliens geschaffen worden sein können. Roboter, Japan, Raumfahrt, JAXA, Kirobo Roboter, Japan, Raumfahrt, JAXA, Kirobo Kirobo Project
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