HTC meldet rote Zahlen: One M9 kann Abwärtstrend nicht stoppen

Htc, HTC One, Peter Chou Bildquelle: HTC
Der taiwanische Smartphone-Spezialist HTC kommt nicht so recht wieder auf einen grünen Zweig. Das Unternehmen musste heute mitteilen, dass man im zweiten Quartal des Jahres wieder in die roten Zahlen abgerutscht ist, nachdem zuletzt zumindest geringe Gewinne zu verzeichnen waren.
Wie HTC in seinen vorläufigen Geschäftszahlen für das zweite Quartal seines Geschäftsjahres 2015 verlauten ließ, geht man für die letzten drei Monate von einem operativen Verlust von umgerechnet 166 Millionen Dollar aus. Der Umsatz wird mit umgerechnet 1,07 Milliarden Dollar angegeben. Daraus ergibt sich ein Verlust nach Steuern in Höhe von umgerechnet 260 Millionen Dollar.

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HTC machte zunächst keine Angaben dazu, worin man die Gründe für die schlechte Geschäftsentwicklung sieht. Im vorangegangenen Quartal hatte HTC einen kleinen Gewinn von rund 11 Millionen Dollar ausweisen können und im Vorjahreszeitraum war man mit 75 Millionen Dollar Gewinn noch wesentlich deutlicher in den grünen Zahlen. Dennoch kommt der Absturz in die Verlustzone keineswegs überraschend, kämpft HTC doch schon seit geraumer Zeit mit sinkenden Verkaufszahlen.

Besonders schwerwiegend ist der Verlust jedoch, wenn man bedenkt, dass es sich beim zweiten Quartal 2015 um das erste Geschäftsquartal der Taiwaner handelt, in dem das aktuelle Flaggschiff-Modell HTC One M9 nach seinem Launch im April für steigende Verkaufszahlen sorgen sollte. Das Interesse an dem neuen Top-Modell mit hochwertigem Metallgehäuse, neuer Kamera und aktualisiertem Innenleben reichte also nicht aus, um HTC vor Verlusten zu retten.

Vermutlich wird HTC die negative Geschäftsentwicklung erneut mit dem großen Konkurrenzdruck durch Mitbewerber wie Samsung und Apple begründen. Gerade der Launch der Apple iPhones in China dürfte HTC das Leben schwer machen. Seit einiger Zeit versucht der taiwanische Hersteller deshalb mit weiteren neuen Modellen wie dem HTC One M9+, das bald auch in Europa startet, gegenzuhalten. Außerdem hält man aktiv Ausschau nach weiteren Bereichen, in denen man die Erfahrung aus dem Bau von mobilen Endgeräten effektiv nutzen kann.

So hat HTC zusammen mit dem Spieleanbieter Valve das HTC Vive VR-Headset entwickelt und verkauft mit der HTC RE seit einiger Zeit auch eine eigene Action-Kamera. In Kürze wird das Unternehmen außerdem nach dem Nexus 9 mit einem günstigen Tablet wieder in diesen Bereich des Elektronikmarktes einsteigen. Das HTC Desire T7 war uns kürzlich in der indischen Import-/Export-Datenbank Zauba begegnet und wird sich mit einer Low-End-Ausstattung und Mobilfunkfähigkeit wohl vor allem an Tablet-Einsteiger richten. Htc, HTC One, Peter Chou Htc, HTC One, Peter Chou HTC
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