Apple bezahlt Praktikanten 38 $/Stunde - plus diverse Zuschläge

Apple, Tokio, applestore Bildquelle: d. FUKA / Flickr
Zahlreiche Praktikanten leisten hierzulande in der IT- und Internet-Branche nahezu unbezahlt viel Arbeit - immer in der (oft unerfüllten) Hoffnung auf eine ordentlich bezahlte Anstellung. Völlig anders sieht hingegen die Realität beim Computerkonzern Apple aus - wie ein Praktikant nun berichtet.
Der US-Konzern ist keineswegs zum wertvollsten Unternehmen der Welt aufgestiegen, weil er einem Heer von Mitarbeitern möglichst wenig zahlt. Stattdessen bekommen die Fachkräfte ein durchaus gutes Gehalt - selbst wenn sie nur den Status eines Praktikanten haben. Allerdings ist anzumerken, dass sich hier auch die Firmenkultur ein Stück weit unterscheidet und die so genannten "Interns" ohnehin eher als neue Mitarbeiter in der Probezeit angesehen werden. Im Gegenzug verlangt Apple allerdings auch viel - und vor allem strikte Geheimhaltung.

Der britischen Redaktion des Wirtschaftsmagazins Business Insider ist es gelungen, einen Praktikanten zu finden, der bereit war über seinen Job zu sprechen. Und wer sich bisher wunderte, warum es bisher keiner Technik-Redaktion gelungen ist, einen Mitarbeiter zu finden, der über kommende Produkte informieren würde - nun, das dürfte damit zusammenhängen, dass der Konzern sich eine starke Loyalität erkauft und niemand solch eine Stelle leichtfertig aufs Spiel setzen will, wie sich nun zeigt.


So mancher Praktikant in einem hiesigen Unternehmen dürfte sich vor allem die Augen reiben, wenn es um die Entlohnung geht. Der Apple-Praktikant berichtete, dass er in seiner normalen Arbeitszeit - die 40 Stunden pro Woche beträgt - 38 Dollar pro Stunde bekommt. Allein das Grundgehalt liegt so im Monat bei 6.700 Dollar.

Satte Zuschläge winken

Und während die meisten froh sind, wenn es überhaupt ein entgegenkommen für geleistete Überstunden gibt, bezahlt Apple diese sogar mit einem saftigen Aufschlag: Jede Stunde, die der Praktikant über die 40 Stunden hinaus von seinem Team benötigt wird, entlohnt der Konzern mit dem anderthalbfachen Stundensatz. Wer also in der kritischen Phase eines Projekts etwas mehr als 60 Stunden in einer Woche auf der Arbeit ist, hat sein Gehalt quasi verdoppelt.

Aber mit dem Gehalt allein, ist es noch nicht getan. Das Unternehmen tut auch Einiges dafür, überregional und auch international gute Mitarbeiter anzuwerben. Als Praktikant hat man so erst einmal die Möglichkeit, auf die von Apple bereitgestellten Gemeinschaftsquartiere zuzugreifen, in denen man zusammen mit anderen umsonst wohnen kann. Das wird häufig gern angenommen - nicht nur, weil Mieten in der Region sehr teuer sind, sondern auch, weil man gleich Menschen aus aller Welt kennenlernt und nicht erst allein in einer fremden Region ist.

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Bei Apple ist man sich aber auch bewusst, dass IT-Fachkräfte nicht immer begeistert von der Idee einer Gemeinschaftswohnung sind. Wer sich lieber allein etwas sucht, bekommt vom Unternehmen einen Zuschuss zur Miete von bis zu tausend Dollar im Monat. Wer für sein Praktikum nach Kalifornien umziehen muss, kann sogar hier mit einer finanziellen Hilfe von bis zu 3.300 Dollar rechnen.

Apple will sich so nicht nur möglichst gute Fachkräfte sichern, sondern erwartet auch, dass sich die Praktikanten den strengen Geheimhaltungs-Regeln unterwerfen. Nicht einmal Familienmitgliedern oder engen Freunden darf man erzählen, was man im Job gerade tut. Auch das Fotografieren auf dem Firmengelände ist natürlich untersagt. Solche Richtlinien bekommt man gleich am ersten offiziellen Arbeitstag in einem Geheimhaltungs-Seminar eingetrichtert. Apple, Tokio, applestore Apple, Tokio, applestore d. FUKA / Flickr
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