Astronauten auf der ISS bekommen Microsofts HoloLens schon jetzt

Nasa, HoloLens, Microsoft HoloLens, Project Sidekick Bildquelle: NASA
Dass Microsoft rund um sein Augmented Reality Headset HoloLens auch mit der US-Raumfahrtbehörde NASA zusammenarbeitet, gab der Konzern schon bei der ersten Präsentation des Geräts bekannt. Jetzt wird HoloLens von der NASA ins All geschossen, um auf der Internationalen Raumstation ISS erprobt zu werden.
Wie die NASA in einer gemeinsamen Mitteilungen mit Microsoft verlauten ließ, verbündet man sich für die Arbeit an einem neuen Projekt namens "Sidekick", das "kommerzielle Technologie nutzt, um den Astronauten auf der ISS neue Möglichkeiten zu bieten". HoloLens soll dabei vor allem helfen, die Raumfahrer bei ihrer Arbeit auf der ISS mit Unterstützung ihrer Kollegen auf der Erde agieren zu lassen.


Schon am 28. Juli sollen deshalb zwei HoloLens-Headsets mit einer Versorgungsmission der Firma SpaceX zur ISS gebracht werden. Die Geräte sollen von den Astronauten getragen werden, wobei eine speziell entwickelte Oberfläche von ihren Kollegen auf der Erde genutzt wird, um Hilfestellung bei der Erledigung diverser Aufgaben zu leisten. Dadurch soll der Trainingsaufwand gesenkt und gleichzeitig die Arbeitseffizienz der Mitglieder der ISS-Crew gesteigert werden.

NASA Project Sidekick mit Microsoft HoloLensNASA Project Sidekick mit Microsoft HoloLensNASA Project Sidekick mit Microsoft HoloLensNASA Project Sidekick mit Microsoft HoloLens

Sidekick bietet nach Angaben der NASA zwei Betriebsarten. Zum einen gibt es den "Remote-Expert-Modus", bei dem Skype genutzt wird, um einen Mitarbeiter auf der Erde die Dinge sehen zu lassen, was der Astronaut vor Augen hat, um in Echtzeit Unterstützung zu leisten. Dabei können die NASA-Spezialisten auf der Erde ihren Kollegen auch schriftliche Anmerkungen und Markierungen ins Sichtfeld einblenden lassen. Die Interaktion mit der Augmented-Reality-Brille erfolgt dabei wie auf der Erde mit Hilfe von bestimmten Gesten, die vor den Sensoren durchgeführt werden, sowie per Spracheingabe.

Der sogenannte "Procedure Mode" blendet animierte Instruktionen über den von der ISS-Crew zu bearbeitenden Objekten ein, um ihnen eine Anleitung für die Erledigung von Aufgaben zu geben. Die NASA sieht darin ein wichtiges Werkzeug, weil weniger Zeit in Ausbildung gesteckt werden muss. Bei längeren Reisen in die Tiefen des Weltraums könnte diese Technologie außerdem eine große Rolle spielen, weil die Kommunikation mit der Erde dann immer schwieriger wird.

Nach der Ankunft der HoloLens-Headsets auf der ISS sollen die Crew-Mitglieder zunächst die Hardware und Software ausführlich erproben. Vorerst werden die Geräte dabei eigenständig benutzt, bevor dann mit einer späteren Versorgungsmission weitere Headsets geliefert werden, die dann mit Netzwerkverbindung zur Erprobung des "Remote-Expert-Modus" dienen sollen. Der erste Einsatz im Arbeitsalltag der Astronauten soll noch bis Ende des Jahres erfolgen, heißt es.

Die NASA will HoloLens außerdem auch auf der Erde einsetzen. Unter anderem wird Microsofts AR-Headset ab dem 21. Juli von den Teilnehmern der sogenannten NEEMO 20 Expedition genutzt, bei der eine Gruppe von Astronauten und Ingenieuren für zwei Wochen in die Unterseeforschungsstation Aquarius zieht.

HoloLens ausprobiert
Microsoft schafft beachtliche neue Welten
Nasa, HoloLens, Microsoft HoloLens, Project Sidekick Nasa, HoloLens, Microsoft HoloLens, Project Sidekick NASA
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren10
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 18:00 Uhr Samsung 40 Zoll Fernseher (Ultra HD, Triple Tuner, Smart TV)
Samsung 40 Zoll Fernseher (Ultra HD, Triple Tuner, Smart TV)
Original Amazon-Preis
559,99
Im Preisvergleich ab
529,00
Blitzangebot-Preis
499,00
Ersparnis zu Amazon 11% oder 60,99

Tipp einsenden