Trojaner Cryptowall und Konsorten sind ein Millionengeschäft

Trojaner, Holz, Trojanisches Pferd Bildquelle: kinooze
Das FBI hat eine neue Warnung vor dem Erpressungs-Trojaner Cryptowall herausgegeben. Demnach sind Cryptowall und ähnlich gestrickte Lösegeld-Trojaner für Cyber-Kriminelle ein sehr gutes Geschäft - über 18 Millionen US-Dollar sollen sich die bösartigen Computerprogramme allein in den USA bereits ergaunert haben.
Die Summe ist dabei keine Schätzung, sondern eine erste Bilanz. Insgesamt 992 Betroffene haben sich laut der jüngsten FBI-Meldung bei dem Internet Crime Complaint Center gemeldet (via Arstechnica). Die Opfer haben allein von April 2014 bis Juni 2015 insgesamt rund 18 Millionen US-Dollar an ihre Erpresser gezahlt, um wieder an ihre Computerdaten zu gelangen.

Hintertüren gibt es leider viele

Cryptowall nutzt dabei eine Lücke in Adobe Flash aus, um über manipulierte Email-Anhänge auf den Computer ihres Opfers zu gelangen. Allerdings stehen auch manipulierte Webseiten ebenso wie Huckepack-Downloads im Verdacht, die Malware mit zu verbreiten. Dort sperrt der Trojaner Dokumente und verschlüsselt die PC-Daten. Anschließend zeigt Cryptowall nur noch eine Mitteilung an, wie man sich als betroffener Nutzer durch die Zahlung einer bestimmten Summe wieder freikaufen kann.

Die geforderten Summen sind recht unterschiedlich und liegen laut FBI in den bekannt gewordenen Fällen sogar bei bis zu 1000 US-Dollar. Zumeist wird die Zahlung in Bitcoins verlangt - was es für die Behörden ungleich schwieriger macht, die Zahlungen zurückzuverfolgen.

Abhilfe bringt das Flash-Update

Hilfe gegen die jüngste Cryptowall-Version, bezeichnet als Cryptowall 3.0, verspricht das Flash-Update von Anfang Juni. Ab der Version 18.0.0.160 soll die Sicherheitslücke gesperrt sein.

Mehr dazu: Flash: Notfall-Patch installieren - Schwachstelle wird attackiert!

Cryptowall ist dabei kein auf die USA beschränktes Problem. Nach den derzeitigen Erkenntnissen ist der Erpressungstrojaner auch hierzulande sehr aktiv. Neben den USA und Deutschland sollen vor allem Internetnutzer in Kanada und Großbritannien stärker im Fokus der Cyber-Erpresser stehen. Zu den Hintermännern ist allerdings sehr wenig bekannt. Auch wie hoch die Schäden weltweit sind, ist nicht bekannt. Neben den geleisteten Erpressungsgeldern zählt dazu auch der finanzielle Schaden, wenn ein Computersystem nicht mehr genutzt werden kann.

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