Landkreise attackieren die Telekom und wollen endlich Glasfasern

Glasfaser, Licht, Fiber Bildquelle: Alex Blackie
Die ländlichen Regionen wollen sich nicht mehr länger damit abfinden, beim Breitband-Ausbau mit veralteten und halbgaren Lösungen abgespeist zu werden. Vor allem die Deutsche Telekom als größter Netzbetreiber und Unternehmen im Staatsbesitz gerät zunehmend ins Visier der Kritik.

Infografik: Glasfaser-Versorung im internationalen VergleichGlasfaser-Versorung im internationalen Vergleich
"Wir benötigen einen möglichst flächendeckenden Glasfaserausbau. Von daher sehen wir die Stoßrichtung der Telekom kritisch, die auf die Ertüchtigung alter Kupferkabel setzt", sagte Reinhard Sager, Präsident des Landkreistages, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Während die Telekom weiterhin vor allem darauf setzt, das ursprünglich aus Steuergeldern finanzierte Kupfer-Netz möglichst lange zu melken, fordern die Landkreise, dass endlich etwas dafür getan wird, eine zukunftsfähige Infrastruktur aufzubauen.

Seit Jahren ist die Abwanderung jüngerer Menschen in die Städte Realität und in verschiedenen ländlichen Regionen hat man es mit einer zunehmenden Vergreisung zu tun. Das liegt auch daran, dass das Leben in einer florierenden Metropole für viele Menschen an sich bereits attraktiv ist. Hinzu kommt allerdings auch, dass inzwischen viele Jobs unmittelbar an einen funktionierenden schnellen Internet-Anschluss geknüpft sind. Es ist daher für die ländlichen Regionen ein enormer wirtschaftlicher Standort-Nachteil, wenn keine ausreichende Breitband-Anbindung vorhanden ist.

In einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), der auch für die digitale Infrastruktur zuständig ist, schlagen die Landkreise Alarm. "Die Menschen und die Unternehmen brauchen leistungsfähige Internetanschlüsse", so Sager, der selbst als Landrat dem Kreis Ostholstein vorsteht und die Lage vor Ort somit kennt. An der Glasfaser als langfristig zukunftsfähiger Technologie führe seiner Ansicht nach kein Weg vorbei.

In den letzten Jahren gab es durchaus einige Projekte, bei denen Netzbetreiber auf die fragliche Technik setzten. Allerdings reicht dies nicht aus: "Zu langsam und zu fragmentarisch" beschreibt Sager den Prozess. In anderen europäischen Staaten, vor allem in den weiten Regionen Skandinaviens, wird hingegen seit längerer Zeit intensiv daran gearbeitet, das gesamte Land systematisch mit Glasfaser-Anschlüssen auszustatten.

Zum Thema: Telekom: Weiterhin klare Absage an umfassenden Glasfaser-Ausbau

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