Aura: Bald übernehmen Waschmaschine & Co. Aufgaben vom Notebook

IoT, Internet of Things, Internet der Dinge Bildquelle: Wilgengebroed (CC BY 2.0)
Die Industrie versucht seit geraumer Zeit die Vernetzung aller möglichen Haushaltsgeräte zum nächsten heißen Trend zu erklären und so mancher Nutzer fragt sich noch immer, warum er über das Internet mit seiner Waschmaschine kommunizieren sollte. Eine Antwort hat nun ein Informatiker der University of Alabama gegeben und veröffentlichte ein Distributed Computing-Framework für solche Geräte.

Infografik: IoT für eine smarte WeltIoT für eine smarte Welt
In dem Internet of Things (IoT) - so das Schlagwort der Marketing-Strategen - werden zukünftig verschiedenste Geräte im Haushalt vernetzt sein, die den überwiegenden Teil der Zeit ungenutzt herumstehen. Da lag es nahe, dass das nicht mehr ganz neue Konzept des verteilten Rechnens auch hier Einzug hält. Die gleiche Idee stand im Grunde hinter den verschiedenen Distributed Computing-Konzepten, die ungenutzte Rechenzeit auf PCs für die Forschung zugänglich machten.

Ragib Hasan, der Leiter des Secure and Trustworthy Computing Lab (SECRETLab) an der Uni in Birmingham, will dem Nutzer nun die Rechenkapazitäten der IoT-Geräte in seiner Umgebung zugänglich machen und veröffentlichte dafür ein Framework namens "Aura". Dieses ist in der Lage, dutzende bis hunderte Prozessoren, die über ein Netzwerk zugänglich sind, zu einer einzigen Computing-Ressource zusammenzuschließen.

Die Software ist dabei in der Lage, rechenintensive Aufgaben, die bis jetzt vom Computer des Nutzers selbst erledigt werden müssen, an diese auszulagern. Besonders hilfreich kann dies sein, wenn das Framework nicht auf einem recht leistungsstarken PC zum Einsatz kommt, sondern beispielsweise auf einem Smartphone, dessen CPU auf der einen Seite nicht unbedingt Spitzenleistungen bringt und die zuweilen aus Zwecken der Akkuschonung auch möglichst wenig belastet werden will.

Hasan führte hier als Beispiel an, dass etwa die aufwändige Neuberechnung einer Excel-Tabelle zur Analyse von Firmendaten vor der Präsentation noch schnell durchgeführt werden kann, ohne dass das Mobiltelefon, auf das man diese heruntergeladen hat, zu sehr belastet wird. Zuhause könnte der Anwender außerdem an seinem kompakten Notebook Videos schneiden und das Gerät mit deren Weiterverarbeitung nicht belasten, indem das Encoding in die eigene kleine Cloud verschoben wird.

Webinterface von Windows 10 IoT CoreWebinterface von Windows 10 IoT CoreWebinterface von Windows 10 IoT CoreWebinterface von Windows 10 IoT Core

Aber auch in vielen anderen Fällen wäre eine Verlagerung von Aufgaben an Geräte, bei denen erst einmal nicht auffällt, wenn sie beschäftigt sind, durchaus sinnvoll. Und die Rechenleistung, die sich in den kommenden Jahren in vielen Haushalten ansammeln wird, ist durchaus beachtlich. So sind beispielsweise die Google Nest-Thermostate, die selbst in den Heizperioden kaum etwas zu tun haben, jeweils mit einem 1 Gigahertz schnellen ARM-Prozessor ausgestattet. IoT, Internet of Things, Internet der Dinge IoT, Internet of Things, Internet der Dinge Wilgengebroed (CC BY 2.0)
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