Reihe von Fake-Mobilfunkzellen spionierte Londoner Nutzer aus

Outdoor-Handy, Impact X, Pixavi Bildquelle: Pixavi
In Großbritannien hat die Polizei über 20 Mobilfunk-Sendeanlagen ausfindig gemacht, die nicht von den eigentlichen Netzbetreibern stammten, sondern ausschließlich dazu dienten, Nutzer auszuspionieren. Mit solchen so genannten IMSI-Catchers sei man erstmals in dem Land konfrontiert, berichtete die britische Tageszeitung The Independent.
Gefunden wurden die Systeme demnach laut Aussagen der Metropolitan Police im Londoner Stadtgebiet. Diese wollte allerdings keine weitergehenden Aussagen zum Stand der Ermittlungen treffen, so dass Aussagen zu den möglichen Betreibern und ihren Motiven völlige Spekulation wären.

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IMSI-Catcher gehören eigentlich zur Überwachungs-Ausrüstung verschiedener Strafverfolgungsbehörden. Die spannen eine eigene Mobilfunkzelle auf, die sich als Funknetz eines bestimmten Betreibers ausgibt. Handys in der Umgebung regieren auf das entsprechend stärkere Signal und loggen sich automatisch in das System ein - über das dann die Telefonate und Datenverbindungen fließen. Eingesetzt werden die Geräte in der Regel, um Ermittlern die genauere Eingrenzung des Standortes eines bestimmten Mobiltelefons zu ermöglichen oder dessen Kommunikation direkt und ohne Einschalten des Netzbetreibers abzuhören.

Der Fund in London ist allerdings nicht auf reine Ermittler-Tätigkeit der Polizei zurückzuführen. Die ersten entsprechenden Systeme hatten Mitarbeiter der Redaktion von Sky News ausfindig gemacht, die dafür Technologie der deutschen Firma GSMK Cryptophone einsetzten.

Grundsätzlich wäre es natürlich möglich, dass die IMSI-Catcher von der Polizei selbst betrieben wurden - doch ist es recht unwahrscheinlich. Diese verwendet eher keine fest installierten Anlagen, sondern mobile Systeme, um bestimmte Verdächtige zu verfolgen. Daher kann eher davon ausgegangen werden, dass die Überwachungs-Technik von einem Geheimdienst eingesetzt wurde, um Mobilfunknutzer auszuspionieren, oder aber von Kriminellen, die damit sensible Daten erbeuten wollten.

Hinweise auf die Herkunft dürfte die Konstruktion der Systeme geben - worüber sich die Ermittler aber noch in Stillschweigen hüllen. Behörden würden hier wohl mit Geräten aus der industriellen Produktion arbeiten. Bei Kriminellen wären wohl eher selbst gebaute IMSI-Catcher zu finden. Diese lassen sich von Personen mit entsprechenden Fachkenntnissen, etwas Elektronik und mehreren Mobiltelefonen, die parallel verschiedene Frequenzen überwachen, mit nicht allzu großem Aufwand anfertigen. Outdoor-Handy, Impact X, Pixavi Outdoor-Handy, Impact X, Pixavi Pixavi
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