Der Windows-Siegeszug begann heute vor einem viertel Jahrhundert

Microsoft, Betriebssystem, Windows 3.0 Bildquelle: Microsoft
Genau 25 Jahre ist es heute her, dass Microsoft faktisch der Durchbruch beim Umstieg auf ein Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche gelang. Am 22. Mai 1990 wurde Windows 3.0 durch Bill Gates offiziell vorgestellt und legte den Grundstein, für die spätere Dominanz des Unternehmens.
Bis zu diesem Zeitpunkt hinkte Microsoft hinter der Entwicklung eindeutig her. Schon sechs Jahre zuvor hatte Apple auf seinem Macintosh den Siegeszug der grafischen Benutzeroberflächen eingeleitet. Zwar versuchte auch Microsoft nachzuziehen und seine mühsam mit MS-DOS erworbene Stellung zu halten, doch konnten die ersten Fassungen einer eigenen GUI nicht gerade überzeugen. So war im PC-Bereich erst einmal IBMs OS/2 das Maß der Dinge.

Doch hinter den Kulissen hatten Microsoft-Entwickler bereits begonnen, die Grundlagen für wesentliche Verbesserungen zu legen - erst einmal ohne Wissen des Managements. Erst als das Verhältnis zu IBM zunehmend abkühlte legten sie ihre Arbeiten Steve Ballmer vor, der schnell überzeugt werden konnte.

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Während es hier erst einmal um entscheidende Veränderungen unter der Haube ging, hielten mit Windows 3.0 letztlich verschiedene Neuerungen Einzug, die den endgültigen Abschied von der DOS-Eingabeaufforderung einläuteten. Während letztere beim Start der früheren Windows-Fassungen automatisch erschien, weil sie noch immer die entscheidende Eingabemöglichkeit war, folgte nun der Bruch.

Stattdessen konnten die Nutzer nun über den Programm-Manager auf ihre Anwendungen zugreifen, die sich in Form grafischer Icons präsentierten. Hinzu kam ein grafischer Datei-Manager, mit dem sich durch die Ordner auf dem Speichermedium navigieren ließ. Doch nicht nur das: In Windows 3.0 waren die Dateiendungen nun auch bestimmten Anwendungen zugeordnet. Das ermöglichte es, dass das Anklicken des gewünschten Dokumentes dafür sorgte, dass etwa die Textverarbeitung startete und den Inhalt zeigte. Bis dahin musste erst die Anwendung gestartet und mit dieser dann die benötigte Datei geöffnet werden.

Hinzu kam, dass sich verschiedenste Einstellungen auch über eine komplett grafisch aufgearbeitete Systemsteuerung vornehmen ließen. Das eröffnete einer wesentlich breiteren Gruppe von Nutzern Zugang zu wichtigen Optionen, die zuvor nur mühsam über kryptische Angaben in Konfigurations-Dateien zu verändern waren.

Paintbrush!!!

Neben zahlreichen technischen Neuerungen waren es aber auch verschiedene mitgelieferte zusätzliche Anwendungen, die Windows 3.0 bei einer steigenden Zahl von Usern beliebt machte. Dazu gehörten das neue Zeichenprogramm Paintbrush, das nun auch Farben unterstützte, der Rekorder, mit dem sich Makros aus Tastatur- und Maus-Eingaben aufzeichnen ließen, sowie ein Rechner mit wissenschaftlichem Modus. Erleichtert wurde der Einstieg in die neue Oberfläche durch ein Hypertext-basiertes Hilfesystem.

Windows 3.0 wurde so schnell zum Kassenschlager. Drei Millionen verkaufte Kopien binnen der ersten sechs Monate waren zum damaligen Zeitpunkt ein sehr beachtlicher Wert. Da Privatkunden zu dieser Zeit noch eher Mangelware waren, legte Microsoft letztlich das regelrecht legendär gewordene Windows for Workgroups 3.11 nach, das in Unternehmen Support für Domain-Networking bereitstellte und den PC von der eigenständigen Arbeitsmaschine zum Bestandteil einer firmenweiten Netzwerk-Infrastruktur machte.

25 Jahre Windows
Meilensteine der Entwicklung

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