Datennetz unsicher: Cyberangriff auf Bundestag noch nicht gestoppt

Bundestag, Parlament, Plenum Bildquelle: Bundestag
Vor einer Woche gab es Meldungen, dass Unbekannte das interne Datennetz des Bundestags erfolgreich attackiert hatten. Laut einem aktuellen Medienbericht könnte es noch Wochen dauern, bis die zuständigen Spezialisten die Lücke gestopft haben.

Parlaments-Computer nicht mehr sicher

"Die Benutzung des internen Computersystems ist derzeit nicht mehr sicher": Laut Informationen von Spiegel Online soll der Ältestenrat des Parlaments am Donnerstagnachmittag über diese Tatsache unterrichtet worden sein. Demnach sei es den IT-Spezialisten des Bundestages trotz intensiver Bemühungen bisher nicht gelungen, die Cyber-Attacken auf das Netzwerk des Parlaments zu stoppen.

Nach dieser nicht abgeschlossenen Analyse steht das IT-System des Bundestags zwar prinzipiell zur Verfügung. Dennoch sei in der aktuellen Situation nicht auszuschließen, dass es beispielsweise bei Zugriffen auf bestimmte Datenbanken zu Problemen kommt. Die Schadsoftware der bisher unbekannten Täter soll so "tief und hartnäckig" in das Netzwerk und die angeschlossenen Systeme eingedrungen sein, dass die vollständige Beseitigung nach Einschätzung der Experten noch Wochen in Anspruch nehmen könnte.

Besonders vorsichtig sein

Auch der Bundestagspräsident Norbert Lammert bestätigt, dass bis zur aktuellen Stunde nicht vollständig geklärt ist, welches Ausmaß der Angriff auf das Parlament wirklich hat. Lammert dementiert allerdings Gerüchte, nach denen das gesamte Bundestags-Computersystem neu aufgesetzt und teilweise ausgetauscht werden müsse.

Wie der Bundestagspräsident in einem Schreiben an die Abgeordneten weiter mitteilt, seien Datenabflüsse aktuell "nicht nachweisbar. Trotzdem sollen die Protokolldaten aller Abgeordneten-Rechner jetzt länger aufbewahrt werden, um möglicherweise unbemerkte Angriffe nachträglich besser nachvollziehen zu können. Für die Abgeordneten gibt es aktuell nur die allgemeine Empfehlung, verstärkt auf verdächtige E-Mails und andere Auffälligkeiten zu achten.

Reiner Gegenstand von Spekulationen ist aktuell, von wem die Cyber-Attacken ausgeführt wurden. Wegen der hohen Professionalität der Angriffe wurden von vielen Stellen schnell Geheimdienste ins Spiel gebracht. Laut den Experten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik deutet "das Angriffsmuster" zwar darauf hin, dass es einen geheimdienstlichen Hintergrund geben könnte, nichtstaatliche Akteure aber ebenfalls Zugriff auf ähnliche Mittel hätten. Ob es hier je zu einer Aufklärung kommt, ist völlig ungewiss. Bundestag, Parlament, Plenum Bundestag, Parlament, Plenum Bundestag
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