Grotesk: Silk Road bot professionelle Anti-Drogen-Beratung an

Drogen, Tabletten, Pulver Bildquelle: tvcelje.si
Der anstehende Prozess gegen den mutmaßlichen Betreiber der Schwarzmarkt-Plattform Silk Road dürfte mehr Unterhaltungswert bekommen, als bisher anzunehmen war. Darauf deuten aktuelle Stellungnahmen der Verteidigung hin, die im Vorfeld der Verhandlungen beim Gericht eingereicht werden.
In einer von diesen versuchen die Anwälte den Eindruck zu widerlegen, bei Silk Road habe es sich um eine äußerst gefährliche Version eines normalen Drogenmarktes gehandelt. Im Allgemeinen läuft es derzeit darauf hinaus, dass die Kunden statt zu einem Dealer in einem bestimmten Park eben einfach ins Internet gingen und sich per Versand nach belieben mit allen möglichen Substanzen eindecken konnten.

Ungeachtet dessen, ob der Angeklagte Ross Ulbricht nun wirklich selbst der Betreiber des Marktplatzes war, der unter dem Pseudonym Dread Pirate Roberts auftrat, merkt die Verteidigung nun an, dass es sich keineswegs um eine Plattform gehandelt habe, die den Drogenhandel ermöglichte und keinerlei Verantwortung für die Folgen übernahm. Dafür wird ein Arzt namens Dr. Fernando Caudevilla ins Feld geführt, berichtete das Magazin Daily Dot. Infografik: Medizinische Wirkung von DrogenMedizinische Wirkung von Drogen Dabei handelt es sich um einen spanischen Mediziner, der auf Drogen- und Suchtfälle spezialisiert ist. Dieser soll vom Silk Road-Betreiber monatlich ein pauschaltes Honorar in Höhe von 500 Dollar erhalten haben. Die Zahlungen hörten abrupt auf, als Ulbricht im Oktober 2013 verhaftet wurde.

Die Zahlungen waren eine Gegenleistung für medizinische Online-Beratungen, die der Arzt den Nutzern von Silk Road anbot. Er gab den Usern Tipps, wie die ein gesünderes Leben führen können und sorgte für Aufklärung über die Wirkung der von ihnen konsumierten Drogen. Ihm habe es dabei völlig frei gestanden, welchen Rat er den jeweiligen Nutzern gibt - so sei es ihm auch nicht untersagt gewesen, auf seine "Patienten" einzuwirken, besser keine Drogen mehr zu konsumieren.

Caudevillas Aktivitäten auf der Plattform begannen allerdings wohl erst Anfang 2013. Damals meldete er sich mit dem Namen DoctorX auf der Plattform an und offerierte kostenlose medizinische Beratungen. Anders als alle anderen Nutzer offenbarte er dabei auch von Beginn an seine wahre Identität. Als Belohnung für seine Bemühungen begann Dread Pirate Roberts später, ihm Honorare zu überweisen.

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"Dread Pirate Roberts hat meine Ansichten oder Empfehlungen niemals in irgendeiner Weise zensiert", schreibt Caudevilla in einer eidesstattlichen Stellungnahme. Er habe sich jederzeit frei äußern können, auch wenn er insbesondere dringend von der Verwendung neuer Designerdrogen abgeraten oder Konsumenten einen Weg aus ihrer Sucht gezeigt habe. Damit, so die Anwälte, habe es sich bei Silk Road um einen Marktplatz gehandelt, der verantwortungsvoll handelte und für die Nutzer deutlich sicherer war, als es ein klassischer Besuch beim nächsten Dealer ist.

Zum Thema: Silk Road: Führende Ermittler sollen Drogengelder geklaut haben Drogen, Tabletten, Pulver Drogen, Tabletten, Pulver tvcelje.si
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