Studie: Illegales Streaming von Kino.to-Abschaltung kaum betroffen

Streamingportal, kino.to, Videostreaming Bildquelle: kino.to
Was sich viele Beobachter schon dachten, wurde jetzt von einer Studie belegt: Die Abschaltung des Portals Kino.to hatte kaum Auswirkungen auf das Angebot illegaler Streaming-Inhalte. Das einfache Dilemma: Nach der Schließung entstehen neue Angebote.

Abschaltung wenig erfolgreich

"Die Domain zur von Ihnen ausgewählten Webseite wurde wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen geschlossen":
Kino.toDie Abschlatung von Kino.to hatte kaum Folgen für die Szene
Mit dieser Mitteilung hatte die Kriminalpolizei im Jahr 2011 die bis dahin in Deutschland beliebteste illegale Streaming-Plattform Kino.to vom Netz genommen - und dies auch als einen großen Schlag gegen die Streaming-Szene im Allgemeinen gefeiert. Ein Jahr später war dann auch der Gründer zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Eine neue Studie zeigt jetzt: Die Kino.to-Abschaltung hatte nur sehr kurzfristig eine Auswirkung auf das Angebot illegaler Streaming-Inhalte: "Wir haben festgestellt, dass die Schließung zu einem eindeutigen, aber kurzfristigen Rückgang von Urheberrechtsverletzungen geführt hat", schreiben die beteiligten Wissenschaftler in ihrem Fazit.

Hilft nicht und schadet sogar

Nach diesen Informationen hätten die Urheberrechtsverletzungen der ehemaligen Kino.to-Nutzer zwar für rund vier Wochen um 30 Prozent abgenommen. In diesem Zeitraum hätte man einen leichten Anstieg der Klickzahlen bei Webseiten wie iTunes, Maxdome oder Lovefilm verzeichnet. Nach nur einem Monat sei die entstandene Lücke dann aber von neuen rechtswidrigen Streaming-Plattformen geschlossen worden. Kurze Zeit später war der Anteil der illegalen Nutzung dann wieder auf dem Ausgangswert angelangt.

Die beteiligten Wissenschaftler Luis Aguiar, Jörg Claussen und Christian Peukert wollen darüber hinaus sogar noch einen negativen Effekt der Behördenarbeit ausgemacht haben: Die illegale Streaming-Szene sei nach der Schließung von Kino.to "zersplittert" gewesen. Diese Tatsache würde dazu betragen, dass Urheberrechtsverletzungen noch schwerer verfolgt werden können. Für die Studie im Auftrag der EU hatten die Forscher die Klickdaten von 5000 deutschen Internetnutzern aus dem Jahr 2011 analysiert. Streamingportal, kino.to, Videostreaming Streamingportal, kino.to, Videostreaming Kino.to
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