Deutscher Musik-Streamingdienst Simfy im Konkurrenzkampf aufgerieben

Musik, Noten, Nudeln Bildquelle: amonja / Flickr
Der Konkurrenzkampf unter den Musik-Streamingdiensten hat offenbar ein weiteres Opfer gefordert. Der deutsche Anbieter Simfy ist am Ende. Die Nutzer bemerkten das vor allem daran, dass ihre Playlists deutlich geschrumpft sind. Offiziell werden Lizenzrechtliche Gründe angeführt, doch das Problem liegt wohl wesentlich tiefer.
Bereits im Februar musste das Unternehmen die Titel, die von Warner Music vermarktet werden, aus dem Katalog streichen. Jetzt traf dies auch die Songs, die man bisher über Lizenzverträge mit Sony und Universal Music verwenden konnte. Damit bleiben nun im Grunde nur noch die Lizenzrechte bestehen, die mit kleineren Labels vereinbart wurden.

Aktuell besteht auch keine Hoffnung mehr, dass es sich nur um ein vorübergehendes Problem handelt und die fraglichen Titel nach neuerlichen Verhandlungen wieder verfügbar gemacht werden. Denn das Unternehmen hinter dem Dienst, die Simfy AG mit Hauptsitz in Berlin, existiert im Grunde nicht mehr.

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Das zumindest geht aus den aktuellsten Einträgen im dafür zuständigen Bundesanzeiger hervor. "Die Gesellschaft ist aufgelöst. Die Gläubiger der Gesellschaft werden aufgefordert, sich bei ihr zu melden", ist dort die letzte Eintragung zu der Firma, die auf den 28. April datiert ist. Unterzeichnet wurde sie von Alexander Herbst, der für die Abwicklung des Unternehmens zuständig ist.

Gestartet wurde der Service im Jahr 2010. Ein Jahr später vermeldete man bereits über eine Million Nutzer - wobei nicht näher ausgeführt wurde, wie viele davon das Abo zahlten oder den eingeschränkten kostenlosen Dienst verwendeten. Geplant war eine Expansion ins Ausland. Dann aber machte wohl die zunehmende Dominanz von Spotify dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. 2013 siedelte das Unternehmen von Köln nach Berlin um und verkündete, sich nur noch auf den deutschen Markt zu konzentrieren.

Damit allein konnte man sich aber wohl nicht gegen die erdrückende Konkurrenz wehren. Jetzt ist es nicht mehr möglich, sich bei dem Dienst anzumelden. Wer dies trotzdem tun möchte, wird automatisch zu Deezer weitergeleitet. Musik, Noten, Nudeln Musik, Noten, Nudeln amonja / Flickr
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