"Eine Katastrophe": Microsoft plant Abschreibung aufs Handy-Geschäft

Microsoft, Nokia, Microsoft Corporation, Ceo, Steve Ballmer, Ballmer, Stephen Elop, Elop, Nokia CEO Bildquelle: Microsoft
Die Übernahme von Nokias Handy-Sparte durch Microsoft ist bisher alles andere als eine Erfolgsgeschichte. Das wird nun Konsequenzen nach sich ziehen. Der Software-Konzern deutete an, dass es mit der Veröffentlichung der kommenden Quartalsbilanzen eine signifikante Abschreibung auf den Bereich geben wird.
Rund 7,9 Milliarden Dollar hatte Microsoft in den Zukauf investiert. Wie aus dem aktuellen Pflichtbericht des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht hervorgeht, muss man inzwischen eingestehen, dass die neue Microsoft-Sparte längst nicht mehr einen so hohen Wert hat. Lediglich 1,4 Milliarden Dollar Umsatz wurden demnach im Mobilfunkgeschäft verbucht. Um dies zu erreichen, mussten rund 4 Millionen Dollar mehr ausgegeben werden, als letztlich eingenommen wurden.

Microsoft Lumia RM-1052 "McLaren"Microsoft Lumia RM-1052 "McLaren"Microsoft Lumia RM-1052 "McLaren"Microsoft Lumia RM-1052 "McLaren"

Jedes Mobiltelefon, das Microsoft aktuell verkauft, sorgt dabei für einen Verlust von 12 Cent - und dies vor der Berücksichtigung von Kostenstellen für das Marketing, die Entwicklung und einige andere Ausgaben. "Gemessen an der aktuellen Performance birgt die Telefon-Hardware-Sparte ein hohes Risiko für einen Werteverlust", heißt es in dem Bericht. Entsprechend muss in den Büchern der Wert nach unten korrigiert werden, was sich als Verlust in den Bilanzen niederschlägt.

Kurzfristig lässt sich eine solche Situation durchaus auch einmal überbrücken. Bei Microsoft geht man aktuell aber wohl nicht davon aus, dass die Verkaufszahlen und/oder die Gewinnmargen in einem Umfang gesteigert werden können, der die Sparte wieder auf ihren Buchwert bringt.

"Im dritten Geschäftsquartal 2015 erreichte die Telefon-Hardware die Zielsetzung bei Verkaufsmengen und Umsatz nicht und über die Geräte hinweg waren auch die Margen geringer als geplant", gestand das Unternehmen in dem Bericht nun ein. Zuvor hatte Microsoft-Finanzchefin Amy Hood bereits mitgeteilt, dass die Zielsetzung, mit der Telefon-Sparte den Break-Even bis zum Beginn des neuen Geschäftsjahres im Sommer zu erreichen, gefährdet ist.

Die reine Sprache der Buchhalter ist in dem Fall bereits recht deutlich. Doch erst, wenn man die Aussagen zu deuten weiß, lässt sich erahnen, welche Folgen tatsächlich zu erwarten sind: "Eine sehr, sehr große Abschreibung - verbunden mit einem Quartalsverlust - kommt sehr bald. Was für eine Katastrophe", erklärte der Analyst Ben Thompson. Microsoft, Nokia, Steve Ballmer, Stephen Elop Microsoft, Nokia, Steve Ballmer, Stephen Elop Microsoft
Mehr zum Thema: Nokia
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren120
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 00:00 Uhr WISO steuer:Sparbuch 2017 (für Steuerjahr 2016 / Frustfreie Verpackung)
WISO steuer:Sparbuch 2017 (für Steuerjahr 2016 / Frustfreie Verpackung)
Original Amazon-Preis
23,99
Im Preisvergleich ab
?
Blitzangebot-Preis
19,98
Ersparnis zu Amazon 17% oder 4,01
Nur bei Amazon erhältlich

Nokias Aktienkurs in Euro

Nokia Aktienkurs -1 Jahr
Zeitraum: 1 Jahr

Nokia Lumia 925 im Preis-Check

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden