Email-Trick: Betrüger entlässt sich in London selbst aus der Haft

Hacker, Tastatur, Maus Bildquelle: Davide Restivo / Flickr
Man könnte meinen, England hat schon einige spektakuläre Ein- und Ausbrüche in der Geschichte erlebt. Nun folgt ein besonders kurioser Fall, der sich bereits 2014 abgespielt hat: Ein Häftling hat sich selbst entlassen. Er fälschte dazu ein Entlassungsschreiben und verschickte es von einer vermeintlich "offiziellen" Regierungs-Webseite.
Wer hätte gedacht, dass es so einfach ist, aus einem Gefängnis zu fliehen? Neil Moore muss nun allerdings für weitere sieben Jahre ins Gefängnis, entschied ein Richter in dieser Woche. Sein Ausbruch passt zu seiner bisherigen Karriere. Denn eigentlich saß der 28-Jährige Moore eine Strafe wegen Betruges ab. Er hatte sich mit falschen Rechnungen um umgerechnet 2,5 Millionen Euro bereichert. Seine Strafe saß er zunächst im Londoner Gefängnis Wandsworth ab. Doch im März 2014 wurde er vorzeitig entlassen - nicht aufgrund eines Urteils, sondern aus eigener Initiative.

Domain-Verwechselung

Sein Plan war simpel und ging zunächst auch unbemerkt auf. Moore hatte sich mit einem eingeschmuggelten Handy eine Domain registriert. Diese war einer vom Staat genutzten Domain zum Verwechseln ähnlich: Statt hmcts.gsi.gov.uk. verwendete Moore hmcts-gsi-gov-uk. Anschließend verfasste er eine Email, in der er seine eigene Entlassung auf Probe zur Wiedereingliederung befahl. Die Mail versendete er im Namen eines erfundenen Gerichtsdieners, der die Entlassung "auf Bewährung" an die zuständigen Gefängnisverwalter weitergab. Dass diese dann der Email Folge leisteten, hatte Moore fast selbst nicht geglaubt. Doch er wurde am 10. März 2014 entlassen. Erst drei Tage später fiel der Irrtum auf.

Dabei hatte Moore neben seinem eigentlich guten Plan viel zu viele Fehler eingebaut. So hatte er zum Beispiel den Namen des zuständigen Gerichts mit Southwalk Crown Court falsch geschrieben. Zudem gibt es solche Entlassungen nicht per Email-Anweisung. Dennoch haben die Bediensteten getan, was die Email befahl.

Tragische Vorgeschichte

Ob die Verwalter auch zur Rechenschaft gezogen wurden, ist nicht bekannt. Die Daily Mail klärte den Fall des genialen Email-Hacks in dieser Woche zudem in seiner ganzen Tragik auf. Denn Moore hatte seinen Plan geschmiedet, nachdem er sich hinter Gitter in einen Transsexuellen verliebt hatte. Seine Flucht war sowohl "durch Liebe und Leidenschaft geplant worden", als auch aus Angst, durch seine sexuelle Neigung im Gefängnis Repressalien ausgesetzt zu werden. Hacker, Kriminalität, Angreifer, Cybercrime, Hacking Hacker, Kriminalität, Angreifer, Cybercrime, Hacking
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