Fukushima-Betreiber TEPCO wird zu Windows XP-Ausstieg gezwungen

Street View, Fukushima, Namie-machi Bildquelle: Google
Die japanische Tokyo Electric Power Company (TEPCO), die durch das havarierte Kernkraftwerk in Fukushima traurige Berühmtheit erlangte, gehört zu jenen Firmen, die noch immer tausende Rechner mit Windows XP betreiben. Das wird sich nun wohl durch staatliches Eingreifen ändern.
Angesichts der schwerwiegenden Folgen, die der GAU in der Atomanlage nach sich zog, steht nun natürlich die Frage im Raum, wer für die enormen Kosten aufkommen muss. Der Staat will natürlich TEPCO so weit es geht in die Verantwortung nehmen. Damit das Unternehmen hier gar nicht erst auf die Idee kommt, sich aus der Affäre zu ziehen, wurde es der staatlichen Finanzaufsicht unterstellt.

Streetview: Geisterstadt nahe FukushimaStreetview: Geisterstadt nahe FukushimaStreetview: Geisterstadt nahe FukushimaStreetview: Geisterstadt nahe Fukushima

Diese fand bei ihrer tiefgehenden Überprüfung der Werte im Unternehmen unter anderem auch heraus, dass TEPCO noch immer 48.000 PCs mit Microsofts längst veraltetem Betriebssystem Windows XP betreibt, berichtete die Japan Times. Der Support für dieses ist bereits vor einem Jahr offiziell ausgelaufen. Patches gibt es seitdem nur noch für Kunden, die für den Mehraufwand auf Seiten Microsofts zu zahlen bereit sind.

Das Verharren des Konzerns auf Windows XP ist klar keine Ursache für die Katastrophe in Fukushima - sondern eher eine Folge dessen. Die Entscheidung, noch nicht auf ein neueres Betriebssystem umzustellen, wurde laut dem Bericht der Finanzaufsicht intern getroffen, um die damit verbundenen Kosten zu sparen. Die Planungen im Unternehmen sahen vor, das veraltete Betriebssystem in verschiedenen Bereichen sogar bis 2018 oder gar 2019 weiterzuverwenden.

Die Beamten der Finanzaufsicht sind aber wohl nicht darauf gedrillt, einen sturen Blick auf die kurzfristigen Kosten zu haben, sondern auch andere Aspekte in ihre Einschätzungen einzubeziehen. In ihrem Bericht kamen sie daher nun zu der Entscheidung, dass TEPCO die Aktualisierung der vielen tausend Rechner auf ein neueres Betriebssystem auf der Prioritäten-Liste ganz nach oben zu setzen hat.

Dafür werden natürlich entsprechende Ausgaben nötig sein. Diese sind nach Ansicht der Finanzbehörde aber durchaus gerechtfertigt. Denn ein potenziell immer unsichereres Betriebssystem birgt das Risiko, dass die Kosten bei entstehenden Problemen noch deutlich höher ausfallen, als bei einer zügigen Umstellung auf modernere Software. Der TEPCO-Aufsichtsrat hat aufgrund des Berichtes bereits sein Einverständnis für entsprechende Budgets gegeben.

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