Die PC-Krise schlägt voll auf Intel durch - Server sind die Rettung

Intel, Chip, Design, Architektur, Mic Bildquelle: Intel
Der weltweit größte Chiphersteller Intel scheint gerade noch so die Kurve zu kriegen und sich ein Stück weit vom krisenhaften PC-Markt abzukoppeln. Neue Einnahmequellen findet man zwar weiterhin nicht im gewünschten Mobile-Geschäft, dafür aber in der Ausstattung von Datenzentren.
Bisher konnte das Schlimmste zwar verhindert werden, doch es zeichnete sich ab, dass die schwachen Verkaufszahlen bei Desktop-PCs und Notebooks eines Tages auf Intel durchschlagen werden. Und das ist nun eingetreten. Der Umsatz mit Prozessoren für diese Systeme ging im ersten Quartal dieses Jahres um 8,3 Prozent zurück, beim operativen Gewinn musste die Sparte sogar einen Rückgang um 24 Prozent verbuchen.

IDF 2015: Intel "Starbrook" Referenz-Design für "Skylake"-CPUsIDF 2015: Intel "Starbrook" Referenz-Design für "Skylake"-CPUsIDF 2015: Intel "Starbrook" Referenz-Design für "Skylake"-CPUsIDF 2015: Intel "Starbrook" Referenz-Design für "Skylake"-CPUs

Wie Intel-Chef Brian Krzanich bei der Vorstellung der Bilanzen ausführte, bekomme man hier immer noch zu spüren, dass der Fokus des Verbraucher-Interesses sich seit einiger Zeit klar zu mobilen Endgeräten verschoben hat. Im vergangenen Jahr habe man zwar noch etwas von dem Support-Ende von Windows XP profitieren können, doch lasse dieser Effekt inzwischen deutlich nach.

Da kam es gerade zur rechten Zeit, dass man mit den Server-Chips im Jahresvergleich eine Steigerung der Einnahmen um 19 Prozent verbuchen konnte. Das PC-Geschäft ist zwar nach wie vor Intels wichtigste Umsatzquelle, doch konnte so zumindest ein Rückgang des gesamten Umsatzes verhindert werden.

Der Konzern wies so Einnahmen in einer Höhe von 12,8 Milliarden Dollar aus, was etwa dem Vorjahreswert entspricht. Durch die besseren Margen im High End-Segment konnte sogar eine leichte Gewinnsteigerung um 3 Prozent auf 2 Milliarden Dollar verbucht werden.

Trotz massiver Bemühungen schafft es Intel hingegen seit Jahren nicht, mit seinen Prozessoren auch in Tablets und Smartphones in signifikantem Umfang Fuß zu fassen. In die Entwicklung wurden Milliarden versenkt, während die Erfolge ziemlich bescheiden blieben. Inzwischen werden die Zahlen des Geschäftsbereichs in den Bilanzen gar nicht mehr gesondert ausgewiesen. Intel, Chip, Design, Architektur, Mic Intel, Chip, Design, Architektur, Mic Intel
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