Google greift bei werbeeinfügenden Chrome-Extensions durch

Google, Sicherheit, Chrome Bildquelle: Google
Google lenkt wieder einmal den Blick auf "Ad Injectors", auf kleine Programme, die unerwünscht Werbung auf Seiten als neue Tabs einblenden oder Werbeblöcke durch eigene ersetzen. Allein in diesem Jahr hat Google bereits über 100.000 Beschwerden von Nutzern erhalten, die solches Verhalten gemeldet haben.
Dabei geht es vorrangig um betrügerische Anwendungen, die unter der Haube solche Funktionen mitbringen, ohne dass der Nutzer davon weiß. Zunächst bekommen Anwender das zumeist auch gar nicht heraus, dass dort eine Erweiterung oder ein eigenständiges Programm am Werk ist sondern schieben die nervige Werbung auf den Webseiten-Inhaber.
Google löscht werbeeinfügenden Chrome ExtensionsZwei Beispiele wie die... Google löscht werbeeinfügenden Chrome Extensions... werbeeinfügenden Chrome Extensions sich auswirken können. Fotos: Google Security
Ein solches Beispiel hatte vor kurzem der Hardware-Hersteller Lenovo abgeliefert. Lenovo hatte zeitweise neue Laptops gleich mit einer Software namens Superfish ausgestattet. Diese schaltete sich zwischen dem Webbrowser und der Webseite ein, installierte dafür ein gefälschtes HTTPS-Zertifikat, und zeigte maßgeschneiderte Werbung an. Dadurch setzte Lenovo die Anwender der Gefahr einer "Man-In-The-Middle"-Attacke aus, da die eigentlichen Sicherheits-Zertifikate nicht angewendet wurden.

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Lenovo Superfish Adware-Uninstaller
Aber nicht nur bekannte Unternehmen nutzen die Ad Injectors für ihre eigenen Werbezwecke. Betrüger greifen damit Provisionen für die Verkäufe über Webseiten ab oder manipulieren Banner, um weitere Schadsoftware zu laden. Über ein Drittel aller Erweiterungen die Ad Injectors beinhalten, wurden jetzt von Google als Malware eingestuft (34 Prozent).

Kehraus beginnt

Bereits vor einem Monat hatte Google Maßnahmen gegen Adware angekündigt. Jetzt startet der große Kehraus bei den Chrome-Erweiterungen. Gut 200 Erweiterungen seien bereits aus dem Store entfernt worden, meldet der Suchmaschinenbetreiber. Außerdem hat Google eine Studie in Auftrag gegeben. Die Universität Berkley in Kalifornien untersucht dazu, wie weit solche Erweiterungen verbreitet sind. Im kommenden Monat will Google einen ersten Einblick in die Erkenntnisse geben und erste Ergebnisse veröffentlichen.

Fünf Prozent haben solche Erweiterungen

Laut aktuellem Stand sind es etwa fünf Prozent aller Chrome-Nutzer, die Adware-Erweiterungen wissentlich oder unwissentlich installiert haben. Aufgefallen sei laut Google Security Blog, dass Betroffene nicht nur einen Ad Injector auf dem Rechner haben, sondern häufig gleich eine ganze Handvoll. Das deutet daraufhin, dass die Erweiterungen untereinander stark vernetzt sind. Ob das so ist, und ob Google dagegen vorgehen kann, wird wahrscheinlich ein Thema bei der Entwicklerkonferenz Google I/O im Mai werden.

Siehe auch: Google verschärft seine Maßnahmen gegen Adware-Verbreitung Google, Sicherheit, Chrome Google, Sicherheit, Chrome Google
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