Stiftung Warentest: Nur Apple repariert defekte Smartphones gut

Apple, iPhone 6, Ifixit, Teardown Bildquelle: iFixIt
Wer im Schadensfall darauf angewiesen ist, dass das Smartphone schnell repariert wird, sollte wohl doch besser zu einem iPhone greifen. Das zeigte sich bei einer Überprüfung verschiedener Reparatur-Services für solche Geräte durch die Stiftung Warentest.
Einzig bei Apple gelang es, ein defektes Smartphone sehr gut und auch zügig wieder in Gang bekommen zu lassen. Das Unternehmen konnte in dem Test als alleiniger Anbieter mit dem Qualitätsurteil "Gut" abschneiden. Fünf Services von anderen Smartphone-Herstellern und drei unabhängige Online-Reparaturdienste zeigten hingegen zum Teil erhebliche Schwächen, teilten die Tester mit, deren detaillierter Bericht in der kommenden Ausgabe der Zeitschrift Test enthalten ist.

iFixIt: iPhone 6 (Plus) TeardowniFixIt: iPhone 6 (Plus) TeardowniFixIt: iPhone 6 (Plus) TeardowniFixIt: iPhone 6 (Plus) Teardown

Um die Qualität der Services zu überprüfen, wurden 27 gebrauchte Smartphones teils mit Display-Schäden oder defekten Kopfhörerbuchsen zur Reparatur gebracht. Dabei verlangte beispielsweise ein Anbieter bereits für die Behebung des Schadens fast 170 Euro mehr, als das entsprechende Gerät zum fraglichen Zeitpunkt noch im Handel kostete. Ein Neukauf wäre hier also erheblich billiger gewesen.

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Neben Apple behob überhaupt nur ein weiterer Hersteller sämtliche Schäden an dem Smartphone. Allerdings war hier Geduld von Nöten. Durchschnittlich 16 Tage dauerte es, bis die Geräte wieder funktionsfähig beim Auftraggeber vorlag. Wer also aus verschiedenen Gründen auf sein Smartphone angewiesen ist, hat hier schlechte Karten.

In anderen Fällen stellten die Tester noch weitaus gröbere Mängel fest. So wurde teilweise nachlässig gearbeitet, die Rechnungen waren happig oder die Reparatur dauerte bis zu 27 Werktage. Nicht selten kamen die Smartphones auch mit weiterhin nicht funktionierenden Kopfhörerbuchsen zurück, obwohl auf den Schaden hingewiesen wurde. Ein Anbieter verweigerte sogar zweimal die Reparatur, und schickte dann einen Kostenvoranschlag über fast 500 Euro.

Auch mit unabhängigen Online-Dienstleistern ist man im Schadensfall oft nicht besonders gut beraten. Das fängt schon damit an, dass der Defekt selbst diagnostiziert und der entsprechende Auftrag passend erteilt werden muss. Die dann durchgeführten Reparaturen waren auch meist nicht von besonderer Qualität und die Preise sind oft höher als beim Hersteller selbst. Ein Online-Service war zwar preiswerter als alle anderen, setzte aber zweimal die Kopfhörerbuchse nicht instand und rechnete einen defekten Anschluss sogar als repariert ab. Ein anderer tauschte einen funktionierenden Akku aus.

Zum Thema: Wegwerfen statt reparieren: IT-Branche erzieht hilflose Generation Apple, iPhone 6, Ifixit, Teardown Apple, iPhone 6, Ifixit, Teardown iFixIt
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