PC-Fritz-Urteil: Erste Haftstrafe gegen Hintermann verhängt

Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Bildquelle: Dumfries Museum
Für Microsoft, den Zoll und die Staatsanwaltschaft ist der Fall klar: Der Online-Händler PC Fritz soll gefälschte Windows-DVDs mit falschen Echtheitszertifikaten verkauft haben. Jetzt wurde einer der Hintermänner vor Gericht verurteilt - allerdings wegen Steuerhinterziehung.

Urteil wegen Steuerhinterziehung

Eine Windows-7-DVD für knapp 20 Euro: Mit diesem Angebot hatte der Online-Händler PC Fritz für viel Aufregung gesorgt. Nach eigenen Aussagen konnte man diesen extrem niedrigen Preis bieten, weil man ausschließlich mit originalen Recovery-DVDs und OEM-Lizenzen gehandelt habe. Microsoft und der Zoll vermuteten aber eher illegale Machenschaften hinter den vermeintlichen Schnäppchen-Angeboten und nahmen den Online-Händler zusammen mit der Staatsanwaltschaft ins Visier.
Microsoft lässt PCFritz.de durchsuchenSchon 2013 wurden die Räume von PC Fritz durchsucht
Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, hat heute das Landgericht Halle einen 31 jährigen Berliner verurteilt, der als einer der Hauptdrahtzieher im Fall PC-Fritz gilt. Das Urteil wurde allerdings nicht direkt wegen des Handels der vermeintlich gefälschten Windows-DVDs und Echtheitszertifikate verhängt. Vielmehr sah es das Gericht als erwiesen an, dass der Angeklagte als Chef des skandalumwobenen Online-Handels Steuern in Höhe von 900.000 Euro hinterzogen hat.


Für diese Tat wurde der Angeklagte zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Allerdings könnte sich die Zeit hinter Gittern auch noch deutlich verlängern. Der 31-Jährige wird sich im Zusammenhang mit PC Fritz mit drei weiteren Angeklagten wegen des Betrugsvorwurfs bald wieder vor Gericht verantworten müssen.

Microsoft muss weiter schweigen

Obwohl bei einer Razzia im September 2013 rund 170.000 Datenträger in den Räumlichkeiten von PC Fritz beschlagnahmt wurden, bei denen es sich laut Staatsanwaltschaft "durchweg um Fälschungen" handelte, ist es Microsoft seit 2013 nicht gestattet, dem Unternehmen öffentlich den Handel mit Fälschungen vorzuwerfen.

PC Fritz hatte die Redmonder in dieser Hinsicht vorerst mit einer einstweiligen Verfügung zum Schweigen gebracht. Jetzt muss in einem ordentlichen Verfahren geklärt werden, was wirklich hinter der fast schon krimireifen PC-Fritz-Geschichte steckt, die die Fahnder zuletzt sogar zu einem dubiosen Lieferanten in der Ukraine führte. Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Dumfries Museum
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