Senf dazu: House of Cards, 3. Staffel und warum Geld nicht stinkt

Netflix, TV-Serie, House of Cards Bildquelle: Netflix
Seit Monaten schon freuen sich Netflix-Abonnenten auf der ganzen Welt auf die dritte Staffel der preisgekrönten Politserie House of Cards. Auf der ganzen Welt? Nein, ein gar nicht so kleines "germanisches Dorf" leistet Widerstand, denn hierzulande "gehört" die Serie dem Abo-Sender Sky.
Season 3 von House of Cards, die Eigenproduktion des Streaming-Senders Netflix, ist ab heute auch in Deutschland verfügbar, aber nicht dort, wo man sie eigentlich erwarten könnte: Denn hierzulande hat seit der ersten Staffel der Abo-Sender Sky die Rechte an der Serie, die die Machenschaften von Frank Underwood, dem brillant von Kevin Spacey gespielten skrupellosen US-Politiker, erzählt.

Der Streaming-Sender, der seit dem vergangenen Herbst auch in Deutschland verfügbar ist, gilt bei vielen als Hoffnungsträger in Sachen TV-Inhalten. Auch wir haben im vergangenen September bei unserem Netflix-Test gewisse Parallelen zu Spotify gezogen. Der Vergleich hinkt aber bekanntermaßen, da es bei Musik keine rechtliche Lokalisierungsproblematik gibt.

House of CardsHouse of CardsHouse of CardsHouse of Cards
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Die dritte Staffel House of Cards zeigt die ganze Misere besonders gut: Der Streaming-Sender, der sie produziert und dessen absolutes Aushängeschild sie ist, darf sie hierzulande nicht zeigen.

"In ein paar Monaten"

Es ist nicht einmal bekannt, wann sie auf Netflix Deutschland freigegeben wird und das ist sogar das größere Ärgernis (Netflix auf Twitter: "in ein paar Monaten"). Denn der Termin steht sicherlich schon fest, man darf ihn aber wohl noch nicht kommunizieren, auch das ist wahrscheinlich vertraglich festgeschrieben.

So ist das Fernsehgeschäft eben, könnte man anmerken: Hochwertige TV-Serien wie House of Cards sind eben teuer und müssen durch Rechteverkauf querfinanziert werden. Das ist auch absolut richtig.


Aber: Netflix muss sich dennoch den Vorwurf gefallen lassen, hier einen schweren Fehler begangen zu haben bzw. in Kauf genommen zu haben, seine eigenen Kunden für den besseren Sky-Deal zu enttäuschen.

Denn das Unternehmen hat seinen Deutschland-Start mit Sicherheit nicht von einem Tag auf den anderen beschlossen. Im September 2014 ging es los, die dritte Staffel wurde vor einem Jahr bestätigt. Im Februar 2014 war den Netflix-Planern aber mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Herbst-Start hierzulande bereits bekannt.

Einen "Pauschalvertrag" zwischen Netflix und Sky kann man außerdem ausschließen: House of Cards war anfangs nur für zwei Staffeln bestellt und geplant, es ist höchst unwahrscheinlich, dass der ursprüngliche Deal mit Sky die Ausstrahlungsrechte für die dritte Staffel schon inkludiert hat.

Ja, Netflix-Abonnenten dürfen sich verarscht fühlen

Kurzum: Es wäre für Netflix wohl möglich gewesen, die Rechte an Season 3 nicht an Sky zu verkaufen und House auf Cards heute auch in Deutschland selbst anzubieten. Aber Geld stinkt bekanntlich nicht und dann ist der Kunde eben nicht mehr der König.

Wer sich (extra) wegen House of Cards ein Sky-Go-Abo holt: Löblich, denn die Serie ist es wert, dass man dafür bezahlt. Wer aber aktuell zahlender Netflix-Kunde ist und auf sonstige "Tricks" zurückgreift, der wird deswegen keine schlaflosen Nächte verbringen.

Denn Netflix hätte das anders lösen können, ja müssen. Netflix, TV-Serie, House of Cards Netflix, TV-Serie, House of Cards Netflix
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