Erster verhafteter Megaupload-Mitarbeiter: USA melden Erfolg

Filesharing, Megaupload, Filesharer Bildquelle: Megaupload
Hinter dem vor einiger Zeit geschlossenen Filehoster Megaupload stand nicht nur der umtriebige Unternehmer Kim Dotcom. Die US-Behörden fahnden auch nach einer Reihe von Mitarbeitern. Jetzt konnten sie Erfolg vermelden: Ein Haftbefehl gegen Andrus Nomm sei vollstreckt worden, hieß es.
Nomm leitete die Software-Entwicklung bei Megaupload. In dieser Funktion war er für die Ausarbeitung neuer Projekte, den Test von Codes und die Wartung einiger Systeme zuständig. Als Megaupload Anfang 2012 geschlossen wurde, landete er gemeinsam mit Dotcom und fünf weiteren Personen auf der Fahndungsliste der US-Behörden.


Bei dem Programmierer handelt es sich um einen Staatsbürger Estlands, der teils dort, teils aber auch in der Türkei lebte. In der letzten Zeit soll er sich aber in den Niederlanden aufgehalten haben. Bei den dortigen Behörden ging es zuletzt wohl um eine Anhörung, die darüber entscheiden sollte, ob Nomm an die USA ausgeliefert wird.

Gegenüber dem New Zealand Herold äußerte sich Dotcoms Anwalt Ira Rothken überrascht, dass dieser nun in den USA verhaftet wurde, da man annahm, er halte sich weiterhin in den Niederlanden auf. Rothken vermutet, dass Nomm durch den bestehenden Haftbefehl schlicht so stark in seinen Freiheiten eingeschränkt war, dass er Probleme hatte, sich um seinen Lebensunterhalt zu kümmern und ihm nun schlicht das Geld ausgegangen ist. Möglicherweise haben die US-Behörden ihm angeboten, die Angelegenheit zu klären, wenn er sich stellt und möglicherweise sogar als Kronzeuge zur Verfügung stellt.

Rothken zeigte sich aber zuversichtlich, dass dies letztlich nicht viel bringen wird. Denn seitens der rechtlichen Vertreter Dotcoms geht man weiterhin davon aus, dass das FBI in dem Fall schlicht seine Kompetenzen überschritten hat - immerhin agierte die US-Polizeibehörde außerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs, als der in Hongkong angesiedelte Filehoster geschlossen wurde.

Seitens der US-Justiz sieht man Megaupload als kriminelle Unternehmung an, deren einziger Zweck in der Bereicherung an Urheberrechtsverletzungen bestand. Entsprechend legt man es Nomm zum Nachteil aus, dass er für seine Arbeit im Jahr 2010 eine Bezahlung in Höhe von rund hunderttausend Dollar erhielt. Der Programmierer ist der erste ehemalige Mitarbeiter der Plattform, dessen die USA habhaft wurden. Filesharing, Megaupload, Filesharer Filesharing, Megaupload, Filesharer Megaupload
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