Warum für Amazon die Radioshack-Pleite zur richtigen Zeit kommt

Amazon, Pleite, Radioshack Bildquelle: Wikimedia
Nach den ersten zaghaften Versuchen mit eigenen, wenn auch temporären Stores in den USA, soll Amazon jetzt überlegen, groß in den lokalen Handel einzusteigen: Aus Insiderquellen wird berichtet, dass der Internetriese die Übernahme der insolventen Elektronikmarktkette Radioshack plant.
Laut dem Nachrichtenmagazin Bloomberg verdichten sich die Hinweise, dass es Amazon sein könnte, der dem pleite gegangen Großbetrieb ein Übernahmeangebot machen wird. So soll Amazon zumindest an einigen der insgesamt rund 4.000 Radioshack-Filialen in den USA interessiert sein. In den Stores könnten dann zukünftig vorrangig Amazons eigene Produktreihen, angefangen bei der Hardware wie dem Amazon Fire Phone, die Kindle-eBook-Reader und die Fire Tablets, bis hin zu den Amazon Essentials mit günstigem Zubehör mit dem Amazon-eigenen Label prominent präsentiert werden.

Hintergrund

Die Radioshack-Aktie war seit 2010 auf Talfahrt. Trotz einem recht anständigen Umsatz für den verhältnismäßig kleinen Händler mit einem kleinen Sortiment war der Wert des Unternehmens immer stärker gesunken. Schließlich hieß es im vergangenen Sommer, dass falls keine Kehrtwende geschafft werde, das Unternehmen spätestens im Oktober 2015 zahlungsunfähig sei. Das Ende scheint nun früher zu kommen, als zunächst erwartet. Am ersten Börsentag dieser Woche wurde die Aktie gleich bei der New York Stock Exchange im Handel ausgesetzt. Die Übernahmegerüchte machten das Unternehmen zu einem Spekulationsobjekt. Das 1921 gegründete Unternehmen steht jetzt vor dem Aus.

Laut Bloomberg sind drei große Namen im Spiel, wenn es um die Übernahme der Filialen geht: der Mobilfunkanbieter Sprint, die Einzelhandelskette Brookestone und Amazon. Laut internen Quellen von Radioshack sind die drei Firmen im Bieterstreit um die besten Filialen. Amazon und Brookestone wollten die Gerüchte nicht kommentieren, Sprint bestätigte, an 1.200 bis 2.000 Filialen interessiert zu sein.

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Amazons Online-Dilemma

Die Stores und ihre gute Lage sind nun das Kapital, das Radioshack heute hat. Für Amazon wäre es ein großer Vorteil, jetzt endlich näher an den Kunden heranzukommen. Zwar hat Amazon schon eine Reihe Kooperationen geschlossen und präsentiert seine Tablets bereits als Auslage in Elektronikmärkten und bei Fachhändlern, so wie andere Hersteller das auch machen. Allerdings geht Amazon bei der großen Konkurrenz im Handel leicht unter. Vor allem beim Launch des ersten Amazon Smartphones war das ein riesiger Nachteil. Bislang hat der Versandriese kaum merklich in das In-Store-Marketing investiert und schickt auch anders als die Mitstreiter kaum eigene Experten in die Läden.

Für ein neues Zielpublikum - zum Beispiel im Kampf um Marktanteile bei den Smartphones - wären eigene Filialen nun Gold wert - und auch, um den bisherigen Verlust mit dem Fire-Phone wieder aufzufangen.

Siehe auch: Amazon: Fire Phone darf nun offiziell als Desaster bezeichnet werden

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