Microsoft: Hardware gut, Software nicht, Umsatz 'yay', Gewinn 'meh'

Microsoft, Logo, Headquarter Bildquelle: Robert Scoble / Flickr
Das Redmonder Unternehmen hat seine aktuellen Ergebnisse für das zweite (interne) Quartal des aktuellen Jahres veröffentlicht. Dieses kann als "solide" bezeichnet werden. Die Hardware von Microsoft verkaufte sich im Gegensatz zu Software überraschend gut, letztere Schwäche ist aber natürlich auch teilweise durch das "Luftholen" vor Windows 10 zu erklären.

Umsatz und Gewinn

Quartalsergebnisse hantieren zwar mit Zahlen und Fakten, die Suche nach Hintergründen ist hingegen immer wieder eine Angelegenheit mit viel Interpretationsspielraum. Zunächst also zu den "harten" Daten: Der Umsatz entwickelte sich für Microsoft bestens, im zweiten Quartal des Fiskaljahres 2015 schrieb man 26,47 Milliarden Dollar. Im Vergleichszeitraum vor einem Jahr waren es 24,52 Milliarden Dollar, das bedeutet ein Plus von etwa acht Prozent.

Der Gewinn betrug zuletzt 5,86 Milliarden Dollar, im zweiten Quartal von 2014 waren es hingegen 6,56 Milliarden (minus 10%). Der gefallene Gewinn hat allerdings einige Gründe, die auch auf "singulären Effekten" basieren: Zum einen belastet nach wie vor die Nokia-Übernahme die Zahlen, zum anderen musste das Unternehmen auch Steuernachzahlungen vornehmen (via Ars Technica).

Im Detail zeigt sich, dass vor allem das Windows-Lizenzgeschäft schwächelte: Hier wurden 455 Millionen Dollar umgesetzt, das bedeutet ein Minus von immerhin 13 Prozentpunkten. Noch größer ist das Minus in der Office-Sparte (Umsatz: 208 Millionen Dollar), hier ging es um 25% nach unten. Das liegt zu einem Teil am Wechsel von Office auf Office 365-Abos, zum anderen mit schwachen PC-Verkäufen am (wichtigen) japanischen Markt, so die Redmonder. Signifikant war das Minus der Windows Phone-Sparte (635 Millionen bzw. minus 61 Prozent), das liegt aber vor allem an den nun ausbleibenden Lizenzzahlungen seitens Nokia.

Hardware

Ebenfalls nach unten ging es in Sachen Computer- und Gaming-Hardware, hier werden vier Milliarden als Umsatz vermeldet(-11%). Microsoft teilte mit, dass man insgesamt 6,6 Millionen Xbox-Geräte (360 und One) verkaufen konnte. Der geringere Umsatz ist hier auch durch die Preissenkung bei der Xbox One auf dem US-Markt zu erklären.

Erfreulich entwickelte sich hingegen das Surface-Geschäft: Als Umsatzplus werden hier 211 Millionen Dollar (+24%) vermeldet, zusammengerechnet sind es 1,1 Milliarden Dollar. Auch Phone-Hardware ist im Plus und das ganz ordentlich: 2,2 Milliarden Dollar Umsatz und 10,5 Millionen (+30%) verkaufte Lumias dürften für zufriedene Gesichter in dieser Sparte sorgen. Weitere Detail-Ergebnisse sind auf der Investoren-Seite von Microsoft zu finden. Microsoft, Logo, Headquarter Microsoft, Logo, Headquarter Robert Scoble / Flickr
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