RedTube-Abmahnfall zieht Kreise: Durchsuchungen & neue Beschuldigte

Gesetz, Recht, Paragraph
Die große Aufregung um die RedTube-Abmahnungen hat sich zwar schon seit einiger Zeit gelegt, doch für die Justiz ist die Sache damit noch längst nicht erledigt. Die strafrechtliche Aufarbeitung des Falles, bei dem tausende Internet-Nutzer mit betrügerischen Abmahnungen konfrontiert wurden, dauert an.
Als einer der hauptsächlich Beteiligten gilt der Rechtsanwalt Thomas Urmann. Dessen Kanzlei Urmann + Collegen war der Absender von rund 45.000 Abmahnungen. Inzwischen hat dieser seine Anwaltszulassung zurückgegeben. Doch die Staatsanwaltschaft Köln bohrt weiter und hat dabei noch eine Reihe von anderen Beteiligten im Visier, berichtete die Tageszeitung Welt.

So seien durch die Behörde beispielsweise mehrere Durchsuchungen angeordnet worden. Ein Berliner Anwalt, der eigentlich erst als Zeuge geführt wurde, stieg durch die dadurch erlangten Erkenntnisse ebenfalls zum Beschuldigten auf. Gegen diesen wird nun "wegen Anstiftung oder Beihilfe zur falschen Versicherung an Eides statt" ermittelt, erklärte Staatsanwalt Daniel Vollmert.

Auch die Kölner Gerichte dürften ein Interesse an einer kompletten Aufklärung haben - immerhin hatten sie die Anträge auf Herausgabe von Nutzerdaten zu IP-Adressen genehmigt, wenn auch unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. Laut dem Bericht arbeiten daher am Landgericht Köln inzwischen mehrere Kammern an der Aufklärung der Sache. Dabei geht es beispielsweise nicht nur darum, dass in den Anträgen der Eindruck erweckt wurde, es gehe hier um Filesharing-Downloads und nicht um Streaming von einer legalen Plattform.

Denn die Antragsteller mussten dem Gericht auch glaubhaft machen, dass sie tatsächlich die Rechte an den fraglichen Filmen haben. Wie sich inzwischen herausstellte, wurden dafür wohl auch gefälschte Cover mit in die Gerichtsakten gesteckt. Die darauf zu findenden Barcodes würden beispielsweise zu einer Modemarke gehören.

Wegen der Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung wird sich im Zuge dessen wohl auch ein IT-Experte vor Gericht verantworten müssen. Dieser hatte in einem Gutachten dargelegt, dass eine Software, mit der die IP-Adressen von angeblichen Urheberrechtsverletzern eingesammelt wurden, ordnungsgemäß funktioniert habe. Dies hätte beim Filesharing vielleicht auch sein können, nicht aber beim Streaming, wenn kein Zugang zu den Servern des Anbieters besteht. Porno, Abmahnung, RedTube Porno, Abmahnung, RedTube Redtube
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