Nach Gamergate & Co.: Intel will kein Hort weißer Männer mehr sein

Intel, Future, Intel Future Showcase, Showcase, IntelFuture Bildquelle: Pufferfishdisplays.co.uk
Der Chiphersteller Intel will es nicht länger hinnehmen, dass seine Belegschaft vor allem aus weißen Männern besteht, während die Gesellschaft deutlich abwechslungsreicher ist. Und angesichts des unsäglichen #GamerGate will das Unternehmen in dieser Frage auch spürbar über seine eigenen Firmengrenzen hinaus wirken.
In den letzten Monaten hatten sich bereits mehrere große IT-Konzerne in den USA mit der Frage beschäftigt, wie sich ihre Belegschaften eigentlich im Vergleich zur gesamten Gesellschaft zusammensetzen. Viel mehr als entsprechende Daten und Lippenbekenntnisse, etwas tun zu wollen, kam dabei allerdings kaum heraus. Auch Intel stellte entsprechende Untersuchungen an und kommt nun mit konkreten Maßnahmen um die Ecke, die auf der Elektronikmesse CES vorgestellt wurden.

Das Unternehmen benannte es klar als Ziel, dass Frauen sowie Menschen der verschiedenen Ethnien in fünf Jahren in etwa ebenso stark unter den Mitarbeitern repräsentiert sein sollen, wie sie es in der Durchschnittsgesellschaft sind. Der einfachste Weg, dies zu erreichen, wären vermutlich Quotenregelungen bei den Neueinstellungen - doch Intel geht will hier einen steinigeren Weg einschlagen: Binnen der kommenden drei Jahre sollen immerhin 300 Millionen Dollar in das Projekt investiert werden.

Dabei setzt Intel vor allem darauf, die Ausbildung unterrepräsentierter Bevölkerungsgruppen im Technologie-Bereich stärker zu fördern. Die Gelder sollen so unter anderem genutzt werden, um Stipendien zu vergeben und Colleges und Universitäten zu unterstützen, die traditionell stark von Afroamerikanern oder Menschen mit lateinamerikanischen Wurzeln besucht werden.

Reaktion auf auf #Gamergate

Die neue Initiative soll allerdings noch weitergehen, da es hier um ein gesamtgesellschaftliches Problem geht. Das zeigte in der letzten Zeit beispielsweise das so genannte Gamergate, bei dem eine Reihe von Frauen in der Gaming-Szene massiv angegriffen wurde. Intel geriet dabei selbst in den Strudel, als das Unternehmen Werbeschaltungen bei einem Spielemagazin stornierte, das einen kritischen Text zum Thema veröffentlicht hatte. Später entschuldigte sich der Konzern dafür. Nun wolle man sich dafür einsetzen, dass auch die Spieleindustrie zugänglicher für Frauen wird, hieß es.

"Es ist an der Zeit, klar Stellung zu beziehen", sagte Intel-Chef Brian M. Krzanich. Er sieht gerade Intel mit seiner Firmenkultur dafür geeignet, in dem Bereich Maßstäbe zu setzen. Denn wenn man schon nach Moore's Law handelt und im Grunde alle zwei Jahre die Halbleiter-Architekturen auf neue Füße stellt, sollte das mit anderen Problemen ebenso möglich sein.

Zum Thema: Ada Lovelace Day: Ohne diese Frauen keine moderne Computer-Welt Intel, Future, Intel Future Showcase, Showcase, IntelFuture Intel, Future, Intel Future Showcase, Showcase, IntelFuture Pufferfishdisplays.co.uk
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