Absender: "Mama" - Verstörende Werbe-SMS an Festival-Besucher

Nokia, Handy, Linux Bildquelle: Nokia
Der Veranstalter eines Musikfestivals hat zehntausenden Mobilfunk-Nutzern Werbe-SMS geschickt, bei denen der Anschein erweckt wurde, dass sie von den Müttern der Empfänger kämen. Die zuständige Behörde reagierte darauf mit der Verhängung einer ordentlichen Geldstrafe.
Dutzende von Beschwerden seien eingegangen, teilte das britische Information Commissioner's Office (ICO) mit. Eine ganze Reihe davon stammte von Jugendlichen, deren Mütter vor nicht allzulanger Zeit verstorben waren und die den Empfang der Nachrichten als entsprechend verstörend geschildert hatten.

Geschickt wurden die Mitteilungen von Parklife Manchester, einem Unternehmen, das für das jährlich stattfindende Musikfestival Parklife in der Stadt verantwortlich ist. Dieses hatte schlicht die Telefonnummern herangezogen, die in den letzten Jahren von Besuchern bei der Bestellung der Tickets hinterlegt wurden. In den SMS wurde für Partys geworben, die nach dem offiziellen Festival-Programm noch in verschiedenen Clubs und Bars weitergingen.

Die Absenderkennung der Nachrichten war so manipuliert, dass sie auf den Smartphones der Empfänger vorgaben, von der Mutter zu stammen. "Mich hat das Schreiben traumatisiert, da der Tod meiner Mama der schlimmste Teil meines Lebens war", berichtete eine Empfängerin in ihrer Beschwerde, die in den durch das ICO veröffentlichten Dokumenten enthalten ist. Diese hatte die Mitteilung ausgerechnet um den Todestag ihrer Mutter herum bekommen.

In einem anderen Fall hatte die Mutter drei Jahre zuvor einen Schlaganfall erlitten und sich davon nicht mehr erholt. Sie ist nun ein Pflegefall und kann ihre Extremitäten nicht mehr steuern. Auch hier reagierte der Empfänger entsprechend intensiv auf die Nachricht.

Steve Eckersley von der ICO bezeichnete es als "nicht akzeptabel", dass ein Veranstalter so leichtsinnig mit den Gefühlen seiner Kunden umgeht, um ein paar Tickets zu verkaufen. "Wir würden erwarten, dass ein Unternehmen, das über so viele Daten von Kunden verfügt, ein besseres Verständnis von der Rechtslage rund um Marketing-Botschaften hat", sagte er. Wegen des Vorfalls, der sich im Mai ereignete, wurde von seiner Behörde nun ein Bußgeld in Höhe von knapp 90.000 Euro gegen Parklife Manchester verhängt. Handy, Mobiltelefon, Telefonieren Handy, Mobiltelefon, Telefonieren Nokia
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