Sony will sein Smartphone-Sortiment zusammenstreichen

Smartphone, Sony, Xperia, Xperia ZL2 Bildquelle: Sony
Der japanische Elektronikkonzern Sony versucht weiter, seine Verluste zu begrenzen. Dazu will das Unternehmen das Sortiment im Bereich Unterhaltungselektronik und vor allem auch bei Smartphones ausdünnen. Es gehe vor allem darum, das Unternehmen profitabel zu machen und weniger um Marktanteile, heißt es.
Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Äußerungen von Sony anlässlich einer Investorenkonferenz berichtet, will Sony die Zahl der Smartphones aus seinem Programm in den kommenden drei Jahren deutlich reduzieren, um die Smartphone-Sparte letztlich dauerhaft profitabel zu machen. Gerade im Low-End-Bereich wird es daher Einschnitte geben.

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Wie Hiroki Totoki, der neue Chef der Smartphone-Abteilung von Sony, erklärte, wendet man sich zunächst vom ursprünglichen Ziel ab, langfristig zum drittgrößten Smartphone-Anbieter nach Stückzahlen hinter Samsung und Apple zu werden. Es gehe nun vor allem darum, Gewinne zu erzielen, wofür Totoki auch bereit ist, einen Einbruch der Verkaufszahlen um 20 oder 30 Prozent hinzunehmen.

Vor allem die Stärke von Samsung und Apple im High-End-Bereich sowie die starke Konkurrenz von chinesischen Herstellern wie Xiaomi und Lenovo im Low-End-Segment machen Sonys Telefon-Sparte das Leben schwer. Um Verluste zu vermeiden, wird deshalb das Sortiment im unteren Preisbereich zusammengestrichen, weil sich dort nur geringe Gewinne erzielen lassen. Außerdem wird der Vertrieb auf die wichtigsten Märkte konzentriert, um Kosten zu sparen - was wiederum zum Verlust von Arbeitsplätzen führen wird.

Konzentration auf Europa, Abschied aus China und den USA?

Sony setzt bei Smartphones also vorerst auf seine Hauptmärkte in Europa, Südostasien und Japan, wo man jeweils 34, 27 und 23 Prozent der gesamten Verkaufszahlen erzielt. Aus dem riesigen chinesischen Markt will man sich unterdessen weitestgehend zurückziehen, denn das hart umkämpfte Land trägt nur rund drei Prozent zu den insgesamt verkauften Stückzahlen bei. Auch der Vertrieb in den USA, wo ebenfalls nur drei Prozent der Gesamtstückzahlen verkauft werden, steht laut Totoki auf der Kippe.

Ein vollständiger Abschied aus dem Smartphone-Markt kommt anders als bei PCs für Sony aber vorerst nicht in Frage. Sobald wieder stabile Gewinne eingefahren werden, will Sony nach Angaben von Totoki auch wieder in die Entwicklung neuer, besonders innovativer Produkte investieren, auch wenn dadurch Risiken entstehen könnten.

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Während der Verkauf von Smartphones und Fernsehern von Sony eingeschränkt wird, baut man die Investitionen bei Spielekonsolen und Kamerasensoren für mobile Geräte weiter aus. Weil die PlayStation 4 und der Verkauf von Imaging-Chips für Smartphones Sony derzeit wachsende Gewinne bringen, hofft das Unternehmen, so im April 2015 positive Zahlen für das dann endende Geschäftsjahr vermelden zu können. Smartphone, Sony, Xperia, Xperia ZL2 Smartphone, Sony, Xperia, Xperia ZL2 Sony
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