Senf dazu: Ein Jahr Xbox One - Pleiten, Pech und Hoffnung

Von Update zu Update besser

Ein großes Lob verdient Microsoft aber für den konstanten Drang, die Konsole verbessern zu wollen. Das allmonatliche Update liefert stets Verbesserungen, diese sind mal größer, mal kleiner, aber man hat immer das Gefühl, dass Microsoft den Wunsch, dem Kunden zuzuhören, nicht nur bloß vorspielt. Xbox One Konsole, Kinect & ControllerDie Update-Anzeige bekommen Xbox-One-Besitzer fast jeden Monat zu sehen Das ändert zwar nicht viel am Umstand, dass das Interface der Xbox One immer noch nicht optimal ist, aber man spürt, dass Microsoft es wirklich verbessern will. Und das hat auch viel mit der Zeitenwende Steve Ballmer/Satya Nadella zu tun. Seit letzterer das Ruder übernommen hat, bewegt sich in Redmond enorm viel.

Viele langjährige Microsoft-Beobachter tun sich immer noch schwer, tatsächlich zu glauben, wie sich der Konzern um mehr Offenheit und Sympathie bemüht. Natürlich macht Microsoft immer noch Fehler, aber das tun Apple und Google auch. Im Vergleich zum alten schwerfälligen, sturen und bürokratischen Microsoft ist die Entwicklung auf jeden Fall erstaunlich.

Gescheiterte TV-Ambitionen

Zurück zur Xbox One: Die hatte auch im Bereich Fernsehen Großes vor. Man erinnere sich an die Enthüllung, bei der Spiele praktisch gar nicht erwähnt worden sind, dafür "TV, TV, TV, TV, TV" (siehe dazu auch das Video unten). Die Pläne in Richtung Fernsehen waren auch interessant, keine Frage.


Dann kam die Xbox One aber heraus und entgegen früherer Ankündigungen beherrschte sie kein "passive pass-through". Das bedeutete schlichtweg, dass man die Konsole nicht zwischen Fernseher und Receiver schalten und bei ausgeschalteter Konsole das Fernsehbild durchschleifen kann. Und da es schlichtweg idiotisch ist, zum (Kurz-)Fernsehen gleich zwei Geräte einschalten zu müssen, nutzen wohl weniger Besitzer den Modus so wie es Microsoft gerne gehabt hätte

Auch die Eigenproduktionspläne wurden schnell in die Wüste geschickt, sieht man von der ET-Doku und paar anderen ab. Die Microsoft-Studios wurden im vergangenen Sommer verscherbelt und geschlossen, die Redmonder haben schnell erkannt, dass das Fernsehgeschäft so hart und umkämpft ist wie noch nie.

Als Unterhaltungszentrale funktioniert die Xbox One trotzdem bestens: Alle relevanten Streaming-Anbieter haben gut funktionierende Apps am Start, die Konsole hat zuletzt auch noch Unterstützung für zahlreiche Formate und Container erhalten, DLNA wird ebenfalls unterstützt. Auch mkv. Ja, mkv ist deshalb so populär, weil das der bevorzugte HD-Container bei Piraterie ist.


Aber warum soll Microsoft eine per se unschuldige technische Lösung verweigern? Man will es sich mit Hollywood und Co. zwar nicht verscherzen, hat aber gleichzeitig nur wenige (geschäftliche) Verbindungen dorthin. Im Gegensatz zu Sony. Warum sollte Microsoft also Rücksicht nehmen? Die Nutzer wollten mkv, also hat Microsoft geliefert.

Fazit

Nach einer rund acht Jahre langen Wartezeit auf die neue Konsolengeneration war das "Next Gen"-Erlebnis vor allem anfangs eher enttäuschend. Sooo groß war der Unterschied zwischen Xbox 360 und Xbox One nämlich nicht, gleiches gilt für die PlayStation-Systeme. Aber: Das war schon immer so. Ihr volles Potenzial entfalten Konsolen in der Regel frühestens zwei oder drei Jahre nach deren Launch.

Als perfekt kann man weder das Microsoft- noch das Sony-Gerät bezeichnen und beide sind in den Augen der PC-Spieler ohnehin unterlegen. Die großen und aufrüstbaren Rechner sind immer dann, wenn die Entwickler das auch zulassen und für den PC optimierte Games anbieten, den Konsolen überlegen.

Xbox-One-Besitzer können sich dennoch entspannt auf der Couch zurücklehnen und ein gutes bis sehr gutes Gerät genießen. Gleiches gilt für PS4-Spieler. Denn auch wenn die Streitereien zwischen den beiden Lagern um die "bessere" Konsole anstrengend waren und sind: Konsumenten sollten froh sein, dass sich beide Konsolen gut schlagen.

Das wird nämlich auch auf längere Sicht dafür sorgen, dass sich keiner der beiden Anbieter auf seinem Erfolg ausruhen kann. Die Folgen: Bessere Spiele, immer weiter optimierte Systeme und vor allem günstigere Preise. Anders gesagt: Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte. Und das ist in diesem Fall der Kunde.

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