Live dabei: So verfolgt ihr die Landung auf dem Kometen (Update)

Raumfahrt, Esa, Rosetta Bildquelle: ESA
Am heutigen Mittwoch soll es nun soweit sein: Erstmals wird die Menschheit direkt in Kontakt mit einem Kometen kommen. Und es bieten sich vielfältige Möglichkeiten, mit denen Interessierte diesen Höhepunkt der europäischen Rosetta-Mission direkt mitverfolgen können.
Am dichtesten dran wäre man natürlich im European Space Operations Centre (ESOC) in Darmstadt. Von hier aus wird der Flug der Rosetta-Sonde seit ihrem Start vor zehn Jahren betreut und natürlich kommen auch alle Anweisungen, die für die Landung auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko notwendig sind, von hier.


Da der Platz vor Ort doch sehr begrenzt ist, bieten sich also die Live-Übertragungen an. Die europäische Raumfahrtagentur ESA wird einen eigenen Stream im Internet bereitstellen. Wer eher auf das klassische Fernsehen setzen will, wird beim öffentlich-rechtlichen Sender 3Sat fündig. Dieser widmet den ganzen kommenden Mittwoch der Erforschung des Weltraums. Neben mehreren Filmen wird es auch drei Sonderausgaben des Wissenschafts-Formats "Nano" geben. Ab 16:30 Uhr blendet man hier dann auch nach Darmstadt um und etwa eine halbe Stunde später wird dann klar sein, ob die Landung geklappt hat. Ist dies der Fall, sendet die Landeeinheit "Philae" um diese Zeit auch schon die ersten Bilder von der Kometen-Oberfläche.

Wer nicht die Gelegenheit hat, live am Bildschirm dabei zu sein, kann trotzdem die aktuellen Ereignisse in Echtzeit verfolgen. Sowohl die Rosetta-Sonde als auch der Philae-Lander verfügen über eigene Twitter-Accounts, über die das Team der ESA stets direkt von neuen Entwicklungen berichtet. Es lohnt sich auch, die Meldungen auf diesen Kanälen im Vorfeld zu verfolgen. Denn bis die Landung wirklich durchgeführt wird, gibt es noch mehrere Kontrolltermine. Nur wenn bei diesen keine Probleme in der Flugbahn oder Fehler in den Berechnungen mehr entdeckt werden, bekommt Rosetta dann tatschlich das OK, die Landung einzuleiten. Denn bei einer Signallaufzeit von über einer halben Stunde besteht keinerlei Möglichkeit, von der Erde aus direkt ins Geschehen einzugreifen.

67P/Churyumov-Gerasimenko, Rosetta und Philae67P/Churyumov-Gerasimenko, Rosetta und Philae67P/Churyumov-Gerasimenko, Rosetta und Philae67P/Churyumov-Gerasimenko, Rosetta und Philae

Sollte die Landung erfolgreich sein, wird Philae mit der direkten Untersuchung des Kometen beginnen. Wie lange dies möglich ist, ist derzeit noch völlig unklar. Denn je näher der Komet der Sonne kommt, umso stärker nehmen die Aktivitäten an der Oberfläche zu und irgendwann wird wohl der Punkt kommen, an dem die Landeeinheit von den austretenden Gasen und frei werdenden Staubteilchen unbrauchbar wird. Rosetta selbst wird den Kometen allerdings weiter in Richtung Sonne begleiten und bis weit ins Jahr 2015 hinein immer neue Daten zur Erde schicken.

Update: Es ist angerichtet. Die Landeeinheit Philae hat sich erfolgreich von der Sonde Rosetta getrennt und fliegt auf den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko zu. Zuvor gab es noch einige Checks, von denen abhängig war, ob der Landeversuch wirklich heute unternommen wird. Dabei stellte sich heraus, dass eine Düse nicht korrekt funktioniert. Diese ist eine von drei Komponenten, die den Lander auf dem Kometen halten - ihn quasi von oben gegen den Himmelskörper drücken soll. Man entschied sich bei der ESA trotzdem weiterzumachen und muss sich nun auf die Harpunen und die Schrauben, mit denen sich Philae in der Oberfläche verankern soll, verlassen.

Der Live-Stream aus der Steuerzentrale bei der ESA in Darmstadt läuft bereits - auch wenn es dort erst etwas später richtig aufregend wird. Ab etwa 16 Uhr steigt dann die Spannung. Zu diesem Zeitpunkt soll Philae landen - wegen der langen Signal-Laufzeiten wird man davon aber erst eine halbe Stunde später etwas mitbekommen.




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