Android 5.0 "Lollipop" wird ausgeliefert: Die wichtigsten Neuerungen



Die Vorteile der 64-Bit-Unterstützung liegen nicht nur in dem bekannten Umstand, dass nun mehr als vier Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt werden. Darüber hinaus können größere Datenmengen pro Rechenzyklus verarbeitet werden und die Chiplieferanten können ihr SoCs noch leistungsfähiger und effizienter machen. Unabhängig von der 64-Bit-Unterstützung sollte Android 5.0 aber auch für die meisten anderen Nutzer eine bessere Performance bieten, denn es wird die neue Android Runtime (ART) verwendet.

ART war in Android 4.4 ("KitKat") zwar bereits zu Testzwecken enthalten, löst aber erst jetzt die alte Laufzeitumgebung Dalvik ab. Google selbst verspricht eine vierfache Performance-Steigerung, so dass Apps schneller und reaktionsfreudiger laufen und dabei weniger Energie benötigen - allerdings wird auch etwas mehr Speicherplatz gebraucht.

Google hat außerdem im Rahmen des sogenannten Project "Volta" daran gearbeitet, die Effizienz von Android selbst zu steigern. Dabei konzentrierte man sich darauf, unnötige Energieverschwendung zu reduzieren, so dass das System zum Beispiel die CPU nicht mehr aus einem tieferen Energiesparmodus holt, um eine Netzwerkaktivität durchzuführen, wenn ohnehin keine Verbindung besteht. Google Material DesignGoogles Material Design auf Tablets und Smartphones Außerdem werden viele Hintergrundaufgaben nun über einen längeren Zeitraum zusammengefasst und dann gleichzeitig ausgeführt, damit der jeweilige Prozessor schneller wieder in einen sparsameren Modus wechseln kann und nicht ständig wegen kleinerer Aufgaben "geweckt" werden muss. Ähnliche Maßnahmen hat Microsoft auch schon mit Windows 8 ergriffen. Hinzu kommt, dass Android 5.0 nun ab Werk grundsätzlich mit einem tiefgreifenden Energiesparmodus daherkommt, der immer dann aktiv wird, wenn der Akkuladestand ein bestimmtes Niveau unterschreitet.

Auch in Sachen Sicherheit gibt es bedeutsame Neuerungen, denn unter anderem hat Google dafür gesorgt, dass alle Geräte mit Android 5.0 grundsätzlich die Daten des Nutzers verschlüsseln, so dass Angreifer nicht so leicht Zugriff darauf erlangen können.

Um den Umgang zu erleichtern, kann man nun Bluetooth-Geräte als Sicherheits-Token verwenden, so dass kein Passwort oder ein PIN-Code mehr eingeben werden muss, wenn sich das "vertrauenswürdige" Gerät in der Nähe befindet - sei es eine Smartwatch, ein kleiner Bluetooth-Token, ein Headset oder andere Hardware. Hinzu kommt die Möglichkeit zur Verwendung mehrer Nutzerkonten auf allen Geräte-Typen, was bisher nur bei Tablets geboten wurde.

Darüber hinaus gibt es diverse weitere Neuerungen in Android 5.0 "Lollipop", über die Google auf seinen Webseiten ausführlich informiert. Die ersten Hersteller haben bereits angekündigt, dass sie ihre Smartphones und Tablets mit der neuen Android-Version auf den neuesten Stand bringen wollen.

Einen konkreten Überblick dazu bietet unser FAQ-Artikel, der die Frage klärt, welche Geräte welches Herstellers wann das Update auf Android 5.0 erhalten.

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