Benchmark-Betrug: Intel muss Käufer des Pentium 4 entschädigen

Intel, Prozessor, Cpu, Pentium Bildquelle: Intel
Laut einer Sammelklage, die in den USA eingereicht wurde, hat Intel vor über 14 Jahren bei Benchmark-Tests der Pentium-4-Prozessoren geschummelt. Jetzt muss Intel Entschädigung leisten: Käufer können in den USA auf eine Rückzahlung hoffen - die fällt aber sehr klein aus.

Die Konkurrenz im Nacken

Intel musste sich in der Vergangenheit immer wieder Vorwürfe gefallen lassen, seine marktbeherrschende Stellung gegenüber dem Konkurrenten AMD ausgenutzt zu haben. Zuletzt hatte die EU-Kommission vor gut 5 Jahren eine Kartellstrafe von über 1 Milliarde Euro von dem Chip-Hersteller gefordert. Jetzt sieht sich der Branchen-Primus mit neuen Vorwürfen dieser Art konfrontiert. Die entsprechenden Vorfälle liegen bereits 14 Jahre zurück.


Demnach soll Intel um das Jahr 2001 CPU-Benchmarks so manipuliert haben, dass der eigene Prozessor Pentium 4 im Vergleich mit dem Konkurrenz-Produkt Athlon von AMD besser abschneidet. Solche gefälschten Leistungstests sind heute vor allem im Smartphone-Bereich immer wieder zu beobachten. Konkret soll der Chip-Hersteller bei der Software Sysmark nachgeholfen haben, um bessere Ergebnisse für seinen Prozessor zu erzielen. Darüber hinaus wurden nach diesen Informationen auch die Tests mit dem Tool Webmark 2001 zugunsten des Pentium 4 beeinflusst. Diese Benchmark-Software wurde von Intel selbst entwickelt.

15 Dollar, auch ohne Kaufbeleg

Um alle Pentium-4-Kunden zu entschädigen, muss Intel jetzt laut der Einigung eine Rückerstattung anbieten. Wie die Initiatoren der Sammelklage auf ihrer Homepage schreiben, kann jeder, der zwischen dem 20. November 2000 und dem 30. Juni 2002 einen Pentium 4 Prozessor erworben hat, auf eine Zahlung aus den USA hoffen - ob der Aufwand dabei dem Nutzen entspricht, muss jeder selbst entscheiden: Intel zahlt pro Käufer 15 Dollar - also sozusagen 1 Dollar pro Jahr seit Kauf.

Besonders interessant: Intel verlangt keinen Kassenbeleg für eine Entschädigung. Theoretisch kann also jeder die Zahlung fordern. Neben der Strafzahlung an Pentium-4-Kunden muss Intel für sein Vergehen außerdem 4 Millionen Dollar für Bildungszwecke spenden. Jetzt darf man gespannt sein, wie teuer die angebliche Benchmark-Schwindelei den Chip-Hersteller am Ende zu stehen kommt.
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