Google dampft Leistungsschutzrecht-Verlage in seinem Index ein

Presse, Zeitung, Papier Bildquelle: Nicholas Boos / Flickr
Im Umgang mit den deutschen Presseverlagen, die das Leistungsschutzrecht für sich durchsetzen wollen, macht nun auch der Suchmaschinenkonzern Google ernst. Deren Inhalte werden vorerst zwar noch nicht gänzlich aus dem Index verschwinden, aber doch deutlich eingedampft.
Kürzlich hatten mehrere Verlage begonnen, Geld von Suchmaschinen-Anbietern dafür zu verlangen, dass in deren Ergebnislisten kurze Text-Snippets zu den jeweiligen Inhalten zu finden waren. Hierbei berufen sie sich auf das Leistungsschutzrecht für Presseverlage, das unter Federführung der Lobbyisten des Axel Springer-Verlages durchgedrückt wurde. Da Google und Co. nicht bereit sind, für die entsprechenden Index-Einträge Zahlungen an die Verlage zu leisten, reichten diese über die Firma VG Media Klage ein.

"Wir bedauern dieses juristische Vorgehen sehr, denn jeder Verlag konnte schon immer selbst entscheiden, ob und wie seine Inhalte in unseren Diensten angezeigt werden", kommentierte Philipp Justus, Chef von Google Deutschland, dieses Vorgehen heute. Vor diesem Hintergrund habe man sich entschieden, Snippets und Thumbnail-Bilder der Publikationen, die von den klagenden Verlagen herausgegebenen Publikationen nicht mehr anzuzeigen.

Kleinere Konkurrenten Googles - die Portale Web.de, GMX und T-Online - hatten die Einträge der in der VG Media organisierten Verlage komplett aus ihrem Index geworfen. Bei Google wird nun immerhin noch ein Link und die Überschrift zu finden sein. Doch schon dies dürfte die jeweiligen Publikationen, die bisher oft mit viel Aufwand dafür sorgten, in den Ergebnislisten möglichst gut sichtbar zu sein, hinsichtlich der Aufmerksamkeit durch die Nutzer massiv zurückstufen.

Betroffen von der Maßnahme sind unter anderem die reichweitenstarken Angebote des Springer-Verlags wie Bild.de und Welt.de. Hinzu kommen auch die Angebote des Burda-Verlages, der Funkegruppe und mehrerer weiterer Unternehmen. Laut Justus soll die Maßnahme ab dem 9. Oktober greifen.

Die Verlage behaupten, dass Google unter anderem Geld damit verdient, dass ihre Inhalte in der Suchmaschine gelistet sind. Der US-Konzern sieht sich hingegen in einer Rolle, die vor allem für die Verlage von Vorteil ist. "Jeden Monat leiten wir über eine halbe Milliarde Klicks zu deutschen Nachrichtenseiten", erklärte Justus. "Zusätzlich haben wir in den vergangenen drei Jahren eine Milliarde Euro an deutsche Werbepartner aus dem Medienbereich ausgeschüttet." Presse, Zeitung, Papier Presse, Zeitung, Papier Nicholas Boos / Flickr
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