Windows 10: Das sind die Neuerungen für Business-Kunden

Windows 10 Microsoft hat während der ersten Präsentation von Windows 10 deutlich gemacht, dass man mit der neuen Ausgabe nicht nur auf die Wünsche von normalen Privatanwendern eingehen will, sondern vor allem auch die Bedürfnisse von Großkunden in den Mittelpunkt rückt. Jetzt hat das Enterprise-Team von Microsoft weitere Details dazu genannt.
Wie bereits berichtet, passt Microsoft die Oberfläche seines Betriebssystems mit der neuen Ausgabe stärker an die jeweiligen Bedürfnisse des Nutzers an, was auch vom jeweils verwendeten Gerät abhängt. Mit der am morgigen 1. Oktober erscheinenden Windows Technical Preview wird Microsoft erstmals einen ausführlichen Blick auf die Neuerungen gewähren und richtet sich mit dieser Version ausdrücklich vor allem an Enterprise-Kunden. In einem Blog-Eintrag hat Jim Alkove, Leiter des Windows Enterprise Program Management Teams nun nähere Angaben gemacht.


Bei Startmenü & Co ist noch nicht Schluss

Neben dem neuen Startmenü, den Multitasking-Features wie der Unterstützung für mehrere parallel genutzte Desktops und der Option, Apps aus dem Windows Store in einem Fenster auszuführen, hat Microsoft insgesamt die Bedienung mit Maus und Tastatur deutlich einfacher gemacht. Abgesehen von diesen für alle Nutzer interessanten Features gibt es aber auch einige Neuerungen, die jetzt vorgestellt wurden und speziell Firmenkunden ansprechen sollen.

Alkove verspricht unter anderem, dass man Sicherheit bei Windows 10 ganz groß schreiben will und dabei besonderen Wert auf den Schutz von Identitäten und Informationen legt. Die Verwaltung und der Einsatz von Windows 10 sollen in Unternehmen leichter werden, um so die Kosten zu senken. Außerdem wird ein Upgrade von Windows 7 und Windows 8 auf das neue Windows 10 ohne eine vollständige Neuinstallation angeblich problemlos möglich sein.

Mit der neuen "One Windows"-Plattform soll Windows 10 künftig problemlos auf allen möglichen Arten von Geräten laufen, was nicht nur für Consumer-Produkte oder Laptops, Desktops und All-In-Ones gilt, sondern auch für Ruggedized-Devices und Industrie-Computer sowie alle Geräte vom kleinsten "Internet of Things"-Rechnerchen bis zum riesigen Touchscreen für den Konferenzraum, so zumindest das Versprechen der Redmonder.

Windows 10 Preview (Build 9834)Windows 10 Preview (Build 9834)Windows 10 Preview (Build 9834)Windows 10 Preview (Build 9834)
Windows 10 Preview (Build 9834)Windows 10 Preview (Build 9834)Windows 10 Preview (Build 9834)Windows 10 Preview (Build 9834)

Mit Windows 10 halten außerdem eine Reihe von Verbesserungen im Bereich der Sicherheit und des Datenschutzes Einzug, die "einfach zu verwalten" sind und das Nutzungserlebnis nicht negativ beeinflussen sollen. Einer dieser Bereiche ist die Möglichkeit, "Nutzeridentitäten" zu schaffen, um den Zugriff auf bestimmte Geräte, Apps und Intranet-Seiten zu verwalten, wodurch Windows 10 besser gegen Angriffe, Datendiebstahl und Phishing geschützt sein soll. Der von Microsoft gewählte Ansatz sei sinnvoll, weil man das Konzept der Multifaktor-Identifizierung mit Hilfe von Smartcards oder auch Tokens direkt in das Betriebssystem integriert, so dass keine separaten Sicherheits-Peripherigeräte mehr nötig sein sollen.

Verschlüsselung wandert mit den Daten

Microsoft baut außerdem die Fähigkeiten seiner Verschlüsselung BitLocker aus, so dass die Verschlüsselung sozusagen mit den jeweiligen Daten wandert. So soll eine zusätzliche "Sicherheitsebene" geschaffen werden, die mit Hilfe von Containern und einer Trennung der Daten auf der Ebene von Anwendungen und Dateien arbeitet. Dadurch können die Daten unabhängig vom jeweiligen Gerät geschützt bleiben.

"Egal ob sich die Daten von einem Tablet oder PC auf ein USB-Laufwerk, per E-Mail oder in der Cloud bewegen, sie bleiben stets gleichermaßen gut geschützt", so Alkove, weil "der Schutz den Daten auf allen Wegen folgt". Wie genau das ganze Funktioniert, ließ der Microsoft-Mann freilich offen. Die von Microsoft geplante Technologie soll sich durch ihre einfache Nutzbarkeit und den Schutz der Daten auf Dateiebene auszeichnen, so dass weder ein verändertes Verhalten, noch spezielle Apps oder ein Wechsel in eine separate, abgesicherte Umgebung nötig ist, um die Firmendaten sicher vorzuhalten.

Upgrade und Datenbereitstellung werden leichter

Hinzu kommt, dass Windows 10 mit neuen Werkzeugen für Unternehmen daherkommt, die den sicheren und besser kontrollierten VPN-Zugang sicherstellen sollen. Wenn Unternehmen Windows 10 einsetzen wollen, müssen sie künftig angeblich nicht mehr unbedingt teure und zeitfressende Vorbereitungen treffen und dabei die jeweils neu eingekauften Geräte zunächst komplett bereinigen und dann mit eigenen, angepassten Images bespielen.

Stattdessen sollen neue dynamische Funktionen zur Datenbereitstellung verwendet werden können, um neue Systeme ohne angepasste Installationen mit viel Aufwand für den Betrieb im Unternehmen aufbereiten zu können. Neu sind auch erweiterte Werkzeuge zum Testen der Kompatibilität von Anwendungen und ein vereinfachter und vor allem zuverlässiger Upgrade-Prozess.

Updates und neue Features jeden Monat - oder nicht, der Kunde wählt

Bei der Einführung von Windows 10 in Unternehmen können die Kunden künftig wählen, wie schnell sie mit neuen Features versorgt werden wollen. Dadurch sollen bestimmte Bereiche des Unternehmens oder einzelne Nutzergruppen entweder mit den neuesten Funktionen arbeiten können, oder aber mit den gewohnten Möglichkeiten unabhängig von der Weiterentwicklung. Es gibt also nicht mehr den Zwang, alle Systeme eines Unternehmens gleichermaßen aktuell zu halten.

Weil Microsoft Windows künftig in sehr kurzen Abständen - teilweise von nur einem Monat - mit neuen Funktionen aktualisieren wird, haben Unternehmen die Wahl. Entweder sie lassen ihre Systeme genauso schnell mit Veränderungen versorgen, wie es im Bereich der Endverbraucher üblich sein wird, oder sie legen fest, dass für ihr Geschäft unerlässliche Umgebungen nur mit Sicherheits-Updates und anderen kritischen Updates versorgt werden. Außerdem soll es eine Reihe von Zwischenstufen geben, damit jede Firma die für sie passende Balance von ständigen Verbesserungen oder eben Zuverlässligkeit ohne großen Trainingsaufwand wählen kann.

Privatkunden und Firmen, die sich dafür aktiv entscheiden, können also künftig die jeweils neuesten Updates und Funktionen nutzen, sobald diese zur Verfügung stehen und per Windows Update ausgeliefert werden. Dabei haben sie mehr Wahlfreiheit, was die Verwendung von Neuerungen angeht, sei es über Windows Update oder in einer zentral verwalteten Umgebung. In allen Fällen wird es aber weiterhin monatliche Sicherheits-Updates geben.

Geräteverwaltung nicht mehr nur für mobile Geräte

Mit Windows 10 hält das sogenannte Mobile Device Management (MDM) auch auf traditionellen Desktops und Notebooks Einzug. Konnten damit bisher nur mobile Endgeräte wie Tablets, Notebooks und Smartphones zentral verwaltet werden, werden die MDM-Fähigkeiten mit der neuen Windows-Version auf jede Art von Endgerät ausgeweitet. Dabei setzt Microsoft unter anderem auf Windows Intune und die Verwaltung von Geräten über die Cloud.

App Store mit Volumenlizenzen

Microsoft führt mit Windows 10 wie bereits angekündigt einen einheitlichen App Store für Windows auf allen Geräten ein - egal ob es sich um ein Notebook oder Deskop-System handelt oder aber um Tablets und Smartphones. Diese Plattform soll auch für Unternehmen zur Verfügung stehen, wobei diese dann die Möglichkeit haben, Apps im Rahmen von Volumenlizenzen zu erwerben, die Anwendungen flexibel zu verteilen oder Lizenzen zurückzugeben oder erneut anzufordern. Außerdem wird die Erstellung angepasster Stores möglich sein, so dass Firmen die für ihre Mitarbeiter erhältlichen Apps auswählen und zentral verwalten, aber auch spezielle eigene Apps darüber anbieten können.
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