'When Google met Wikileaks': Assange vergleicht Google mit NSA

Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik, Aktivist Bildquelle: espenmoe / Flickr
Wikileaks-Gründer Julian Assange hat zum Auftakt einer Werbekampagne für sein neues Buch den Suchmaschinenriesen Google als datenschutz-rechtliches Risiko bezeichnet. Google sei nichts weiter als eine privatisierte NSA und sammele Daten wo es könne, heißt es in dem neuen Werk "When Google met Wikileaks".
Als Aufhänger diente Assange ein Treffen mit Google-Chairman Eric Schmidt im Jahr 2011. Damals waren beide zusammengetroffen, um über die Macht der Suchmaschine ebenso zu diskutieren, wie über die Wirkung der Wikileaks-Veröffentlichungen. Das Buch wurde nun im Rahmen einer Veranstaltung in New York City vorgestellt, die Assange live aus seinem Londoner Exil aus der ecuadorianischen Botschaft per Videostream leitete. Dabei ging Assange mit Google hart ins Gericht.
When Google met Wikileaks

Der verlängerte Arm von US-Behörden

Das Unternehmen sei ein verlängerter Arm von US-Behörden und Regierung und sammle bereitwillig alle nur verfügbaren Daten. Den Anwendern sei gar nicht klar, dass sie dabei das begehrte Produkt seien, so Assange. Problematisch sei der dauerhafte Datenaustausch mit Googles Servern vor allem bei dem mobilen Betriebssystem Android. Google habe so ständig die Standortdaten der Nutzer im Zugriff, dazu die Syncmöglichkeit für Kontakte, Emails und alle Suchanfragen. Dabei fehle die Transparenz über die Nutzung und über die Sammlung an sich. Schon das mache Google zu einer Mini-NSA.

Siehe auch: Assange: Anonymous ist 'vom FBI unterwandert'

Assange spricht in seinem neuen Buch über zahllose Verstrickungen zwischen der NSA und Google, wobei Google diese Verbindung zu Behörden und zur Regierung auch nie abgestritten hat. Nur die Rückschlüsse, die Assange dazu in seinem neuen Buch zieht, seien "einfach paranoid", sagte Eric Schmidt auf Nachfrage über "When Google met Wikileaks". Google habe zudem nie mit der NSA zusammengearbeitet und kämpfe stattdessen hart dafür, das auch nicht tun zu müssen.

"Julian is very paranoid about things. Google never collaborated with the NSA and in fact, we've fought very hard against what they did," sagte Schmidt. "We have taken all of our data, all of our exchanges, and we fully encrypted them so no one can get them, especially the government."

Dank des streitbaren Themas wird das Buch sicherlich viel Aufmerksamkeit erhalten. Das neue Buch ist bereits bei dem alternativen Distributor OR Books erhältlich. Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik, Aktivist Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik, Aktivist espenmoe / Flickr
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