4Chan-Mob bedroht Emma Watson nach ihrer HeForShe-Rede

Schauspielerin, Emma Watson, Britin Bildquelle: David Shankbone (CC BY 2.0)
Die britische Schauspielerin Emma Watson wird derzeit von Nutzern des Bilder-Boards 4Chan bedroht. Diese erwecken auf einer eigens eingerichteten Countdown-Seite den Eindruck, als wären sie im Besitz von Nacktbildern des Harry Potter-Stars und würden diese in Kürze veröffentlichen.
"Emma, du bis die Nächste", lautet die wenig missverständliche Ankündigung. Hier wird offensichtlich auf die Veröffentlichung von Nacktbildern verschiedener prominenter Frauen Bezug genommen, die durch Einbrüche in iCloud-Accounts in unbefugte Hände gelangten. Die Sache hatte in den letzten Tagen einiges an Aufsehen erregt. Drohung gegen Emma WatsonDrohung gegen Emma Watson Dass ausgerechnet Watson jetzt zur Zielscheibe wird, dürfte mit ihrem Auftritt vor den Vereinten Nationen zusammenhängen. Als UN-Botschafterin für Frauenrechte hielt sie dort eine vielbeachtete Rede zum Start der neuen Kampagne "He for She". Das Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, die Gleichberechtigung der Geschlechter weltweit zum Thema zu machen und auch verstärkt Männer für diesen Kampf mit an Bord zu holen.

Watson warb damit, dass auch Männer von den weiterhin bestehenden Rollenklischees negativ betroffen sind. So sei es auch in westlichen Ländern für sie immer noch schwer, Schwächen zu zeigen und sich Hilfe zu holen, wenn es ihnen schlecht geht. "In Großbritannien ist Suizid bei Männern im Alter zwischen 20 und 49 noch immer die Todesursache Nummer Eins", führte die Schauspielerin aus.

Sie hat es sich laut ihren Ausführungen auch zum Ziel gesetzt, das Image des Feminismus ein Stück weit mit zu verändern. Denn bei vielen Menschen würde es noch immer in den Köpfen festsitzen, dass Feministinnen aggressiv und männerhassend seien. "Das muss aufhören", so Watson. Denn damit alle freier leben können, müsse die Gleichberechtigung der Geschlechter durchgesetzt werden, was noch in keinem Land der Welt gelungen sei.

Dem Mob, der sich regelmäßig auf 4Chan und anderen Plattformen sammelt und Spaß daran hat, andere Menschen zu diskriminieren, ist eine solche Frau natürlich ein Dorn im Auge. Während Watson in ihrer Rede gerade das Selbstbestimmungsrecht über ihren Körper einforderte, wird ihr gerade dies von den fraglichen Personen nicht zugestanden. Hier setzt sich auch fort, was Watson nach eigenen Angaben mit dazu brachte, Feministin zu werden: Bereits mit 14 Jahren sei sie in der Öffentlichkeit sexualisiert worden.

Unklar ist derweil, ob die Drohenden tatsächlich über intime Bilder der Schauspielerin verfügen. Seit Jahren kursieren aber immer wieder neue Fake-Bilder, bei denen Watsons Kopf in pornografische Aufnahmen montiert wurde.

Update:

Zumindest die eigens eingerichtete Webseite stellte sich inzwischen als Fake heraus. Eine PR-Firma versuchte hier auf Kosten der Schauspielerin gegen 4Chan zu schießen, indem das Verhalten eines Teil der Nutzer der Plattform immitiert wurde. An vielen anderen Stellen wurde allerdings ebenfalls gegen die Frau geschossen. Viele andere Nutzer sind hingegen von dem Auftritt vor der UNO begeistert und verbreiten die Aufnahme über ihre Kanäle. Schauspielerin, Emma Watson, Britin Schauspielerin, Emma Watson, Britin David Shankbone (CC BY 2.0)
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