Minister de Maizière will Verkauf von Internetprofilen verhindern

Bundestag, Reichstagsgebäude, Bundesadler Bildquelle: Deutscher Bundestag
In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (Ausgabe für 21. September) hat Innenminister Thomas de Maizière eine dringende Änderung für die Nutzung von "Big Data" angemahnt. Großen Unternehmen wie Google müsse es untersagt werden, anhand von Kundendaten Profile zu erstellen und diese gewonnenen Daten zu verkaufen oder anders Profit daraus zu ziehen.
De Maizière zielt damit auf Datensammlungen mit Apps, die beispielsweise ein Bewegungsprofil erstellen oder Kundengewohnheiten errechnen, ohne dass der Nutzer davon in erster Linie überhaupt erfährt. "Wir brauchen zusätzliche Instrumente, die eine sinnvolle Nutzung von Big Data ermöglichen und zugleich die unzulässige Erstellung von Persönlichkeitsprofilen unterbinden", so de Maizière gegenüber F.A.S. weiter.

Aktuelles Prozedere muss geprüft werden

"Wenn Sie zum Beispiel sagen, Google darf Ihren Standort verwenden, um die Wegstrecke zu berechnen, dann wollten Sie damit sicher nicht einwilligen, dass Google Ihr Bewegungsprofil erstellt."

Da sich genau diese Informationen, was sich die Unternehmen noch vorbehalten mit den gewonnen Daten zu machen, viel zu oft hinter für den Normalbürger unverständlichen Formulierungen in AGB verstecken, will der Innenminister dort nun eingreifen. Allerdings steht das ganze derzeitige Prozedere auf dem Prüfstand. In einigen Fällen müsse daher über eine Lockerung der aktuellen Vorschriften nachgedacht werden, in anderen Fällen wird eine genauere, schärfere Regelung erforderlich sein, meint der Minister.

Versteckte Einwilligungen

Die Weiterverarbeitung von personenbezogenen Daten ist in Deutschland grundsätzlich nur mit Einwilligung des Nutzers gestattet. Doch wenn diese Einwilligung zum Beispiel in einer App in einer seitenlangen AGB versteckt wird, registriert sie kaum ein Nutzer als das, was sie eigentlich ist - die Einwilligung in häufig sehr pauschale Anwendungsgebiete oder gar in Zukunfstechnologien.

Als Beispiel nannte Thomas de Maizière im genauen Wortlaut "harmlose Anwendungen wie die anonyme Kombination von Gesundheitsdaten", die man eigentlich auch ohne Einwilligung des Kundens freigeben könne. Damit hat der Minister vielleicht Recht, doch einer anonymen Datenweiterverarbeitung würde sich auch kaum ein Bürger in den Weg stellen. Kritisch wird es nur, wenn man Unternehmen vertrauen soll, die Daten wirklich anonymisiert analysieren.

"Die große Chance ist, dass wir einen Sicherheitsstandard ‚Made in Europe‘ bekommen, der weltweit Nachahmer findet", hofft de Maizière. Bundestag, Reichstagsgebäude, Bundesadler Bundestag, Reichstagsgebäude, Bundesadler Deutscher Bundestag
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren16
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 00:00 Uhr Bosch DIY Schlagbohrmaschine PSB 500 RE, Tiefenanschlag, Zusatzhandgriff, Koffer (500 Watt, max. Bohr-I: Holz: 25 mm, Beton: 10 mm)
Bosch DIY Schlagbohrmaschine PSB 500 RE, Tiefenanschlag, Zusatzhandgriff, Koffer (500 Watt, max. Bohr-I: Holz: 25 mm, Beton: 10 mm)
Original Amazon-Preis
42,50
Im Preisvergleich ab
42,50
Blitzangebot-Preis
35,99
Ersparnis zu Amazon 15% oder 6,51

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

Tipp einsenden