Bundesnetzagentur entzieht Betreiber von SMS-Fallen die Grundlage

Telefon, Telefonieren, Festnetz Bildquelle: macinate / Flickr
Die Bundesnetzagentur ist gegen den Betreiber von SMS-Fallen vorgegangen. Wie die Behörde mitteilte, habe sie jetzt die Abschaltung von weiteren 60 Telefonnummern angeordnet, die eingesetzt wurden, um Nutzern mit betrügerischen Methoden das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Hinter den Nummern stand eine Firma namens Telecom Billing, die in Bulgarien ansässig sein soll. Von dieser hatten Verbraucher, die auf eingegangene SMS reagierten, Rechnungen in Höhe von 90 Euro erhalten. Weiterhin wurden Verbote der Rechnungslegung und Inkassierung erlassen, um betroffene Verbraucher vor unberechtigten Forderungen zu schützen. Insgesamt sollen in dem Zusammenhang bereits 522 Telefonnummern abgeschaltet worden sein.

Los ging es nach den bisherigen Erkenntnissen im April dieses Jahres. Seitdem erhielten zahlreiche Nutzer SMS, die meist angebliche private Kontaktwünsche enthielten. Die SMS sollen zum Rückruf auf darin genannte Mobilfunk- oder Ortsnetzrufnummern animieren. Statt einen persönlichen Kontakt zu erreichen, wird dem Verbraucher bei einem Anruf der beworbenen Rufnummern dann aber unterstellt, die kostenpflichtigen Chat-Dienste "Flirt und Party Flatrate" oder "Flirt & Erotik Chat" telefonisch bestellt zu haben.

Die betroffenen Verbraucher erhalten laut der Bundesnetzagentur kurze Zeit später eine Rechnung des Anbieters Telecom Billing mit Absenderadressen in Sofia, Hamburg oder Düsseldorf. Offene Forderungen des Anbieters werden im weiteren Verlauf durch verschiedene Inkassounternehmen eingefordert. Wer solche Schreiben erhält, solle sich nun auf das Verbot durch die Behörde berufen und die Zahlung verweigern. Wer schon bezahlt hat, kann sich unter anderem an Verbraucherzentralen wenden, um weitergehende Hilfe zu erhalten.

"Verbraucher sollen auf unverlangte SMS von unbekannten Absendern nicht reagieren. Dies gilt in erster Linie für SMS mit vermeintlich persönlichen Inhalten oder Kontaktwünschen", erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Der missbräuchliche Charakter dieser Nachrichten werde in der Regel erst im Nachhinein deutlich. "Unseriöse Anbieter verleiten Verbraucher gerade durch die Angabe von scheinbar unbedenklichen Kontaktrufnummern, wie herkömmlichen Mobilfunk- oder Ortsnetzrufnummern, zu unbedachten und voreiligen Anrufen oder SMS", so Homann weiter. Telefon, Telefonieren, Festnetz Telefon, Telefonieren, Festnetz macinate / Flickr
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