In fast allen großen IT-Marken steckt Zwangsarbeit aus Malaysia

Produktion, Foxconn, Arbeiter Bildquelle: N­icola­s Bou­llosa­
Während die chinesischen Auftragshersteller in der Vergangenheit immer wieder in der Kritik wegen der Arbeitsbedingungen standen, sind die Missstände anderswo noch weitaus katastrophaler. In Malaysias IT-Branche sind beispielsweise zahlreiche Zwangsarbeiter tätig.
Das geht aus einer Untersuchung hervor, mit der das US-Arbeitsministerium die NGO Verité, die sich auf solche Themen spezialisiert hat, beauftragte. Das Fazit des von ihr vorgelegten Berichts lautet, dass faktisch in den Produkten aller großen Marken Komponenten stecken, die unter der Mitwirkung von Zwangsarbeit in Fabriken Malaysias hergestellt wurden.

Betroffene sind vor allem Arbeitsmigranten aus verschiedenen armen Ländern. In diesen wird dafür geworben, einen Job in Malaysias IT-Branche anzunehmen. Da die Offerten gegenüber den verfügbaren Stellen und Gehältern vor Ort relativ lukrativ klingen, versuchen viele ihr Glück. In den meisten Fällen leihen sie sich in der Familie Geld, um das Ticket für die Reise zum neuen Arbeitsplatz bezahlen zu können - in der Hoffnung, dies mit dem bald kommenden guten Verdienst wieder ausgleichen zu können.

Vor Ort werden den neu ankommenden Arbeitsmigranten in der Regel zuerst die Pässe abgenommen. Anschließend drohen die neuen Arbeitgeber mit Abschiebung, falls die Betroffenen nicht bereitwillig die aufgetragenen Überstunden ableisten. Da sie zuhause verschuldet sind und meist auch nichts über ihre rechtlichen Möglichkeiten wissen, gehen die meisten auf die Erpressung ein.

Job wird zur Falle

In der Studie, für die Beschäftigte in über 200 Unternehmen vor Ort befragt wurden, zeigte sich, dass über die Hälfte allein schon mehr als ein Jahr braucht, um so viel verdient zu haben, dass sie die Schulden bei der Familie zurückzahlen können - und dies, wo die Verträge in der Regel nur über zwei Jahre abgeschlossen werden. Doch auch danach sind viele von ihnen auf Gedeih und Verderb ihrem Arbeitgeber ausgeliefert, da sie ohne das volle Gehalt der Vertragslaufzeit finanziell gar nicht in der Lage sind, sich die Reise nach Hause zu leisten.

Direkte Verbindungen zu bekannten Konzernen sind schwer herzustellen, weshalb Verité hier auch keine konkreten Namen aufführte. Denn die meisten Firmen, die auf diese Weise mit Arbeitsmigranten umgehen, sind Auftragnehmer von Zulieferern der großen Marken. An diese erging im Zuge dessen allerdings die Aufforderung, nicht nur ihre direkten Partner daraufhin zu überprüfen, ob sie nach ihren ethischen Richtlinien arbeiten, sondern sich dabei in der Kette auch weiter nach unten durchzuarbeiten. Produktion, Foxconn, Arbeiter Produktion, Foxconn, Arbeiter N­icola­s Bou­llosa­
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