Senf dazu: Windows 9 - Ein Schritt zurück und zwei nach vorne

Microsoft, Logo, Windows Threshold, Threshold, Windows "Threshold", Windows 9, Windows 9 Threshold, Windows 9 "Threshold", Weibo Bildquelle: cnBeta
Windows ist Microsoft und Microsoft ist Windows. Das Betriebssystem ist trotz aller unterschiedlichen Produkte des Redmonder Unternehmens immer noch das Aushängeschild des Konzerns schlechthin. Windows 8.x war aber umstritten, Windows 9 will es "besser" machen. Garantie besteht natürlich keine, wir sind aber dennoch sehr zuversichtlich.

Build 9834

Einen Scoop wie diesen erlebt man nicht alle Tage: Wer in den vergangenen 24 Stunden auf WinFuture war, wird wohl die zahlreichen Infos zu Startmenü, Multi-Desktop, Charms und kleinen wie großen Design-Änderungen gesehen haben. Doch auch wenn das alles nur der Anfang war bzw. ist: Überbewerten sollte man die aktuell verfügbaren Informationen auch nicht.

Denn Build 9834 (Was ist ein Build?) ist natürlich alles andere als ein fertiges Windows 9. Es ist "nur" eine erste und nicht für die Öffentlichkeit bestimmte (Partner-)Vorabversion. Da wird sicher noch viel kommen: Man denke nur an die Unterschiede zwischen der allerersten Windows-8-Preview und dem fertigen Betriebssystem, von Windows 8.1 Update (1) ganz zu schweigen.

Windows 10 Preview (Build 9834)Windows 10 Preview (Build 9834)Windows 10 Preview (Build 9834)Windows 10 Preview (Build 9834)
Windows 10 Preview (Build 9834)Windows 10 Preview (Build 9834)Windows 10 Preview (Build 9834)Windows 10 Preview (Build 9834)

Windows und sonst nichts

Eine Kleinigkeit, die womöglich von großer Bedeutung ist, kann man in der rechten unteren Ecke der durchgesickerten Screenshots sehen: Dort steht nämlich keine Zahl, sondern lediglich "Windows Technical Preview". Das passt durchaus ins Bild: Zuletzt hieß es immer wieder, dass die nächste OS-Hauptversion nur noch "Windows" heißen könnte.

Das könnte Marketing-technisch zwar etwas schwierig werden, ergibt aber einen Sinn, wenn man sich Microsoft Geschichte der vergangenen paar Monate ansieht: Denn unter der neuen Führung versucht man den Tanker Microsoft auf einen neuen Kurs zu bringen oder gar um 180 Grad zu wenden. Das geht aber natürlich nicht von einem Tag auf den anderen und wird noch länger dauern, aber man kann die neue Konzern-Richtung schon gut erkennen.

Denn die Zeit der großen Hauptversionen wie Windows XP oder Windows 7 ist vorbei, das Next-Gen-Windows (9) wird wohl deutlich öfter als seine Vorgänger aktualisiert werden. Es ist sogar denkbar, dass das noch viele Jahre so bleiben wird und Windows Stück für Stück verbessert und erweitert wird.

Der Wandel in Redmond

Grund dafür ist wohl der Generationswechsel in Redmond: Sonnenkönig Steve Ballmer ist von Satya Nadella abgelöst worden, letzterer ist vor allem Techie, der eine Superheldenfähigkeit zu besitzen scheint: Er weiß, dass es Nutzer gibt. Nicht lachen: Das ist mitnichten eine Selbstverständlichkeit bei Microsoft gewesen. Kein Wunder, jahrelang konnte man aus der bequemen Position des De-facto-Monopolisten heraus agieren.

Diese Zeiten sind natürlich vorbei, Entwicklungszyklen werden immer kürzer. Der erstaunliche Wandel bei Microsoft ist an der Xbox One gut zu beobachten: Die Konsole, deren Interface samt Features zu Beginn unfertig gewirkt haben, bekommt mittlerweile monatlich eine Aktualisierung und macht dabei stets einen mal kleineren, mal größeren Schritt nach vorne. Das eigentlich Besondere dabei: Man fordert explizit Nutzer-Feedback und setzt dieses auch tatsächlich um. Diesen Weg wird man bestimmt auch bei Windows gehen bzw. ist eigentlich schon seit Windows 8 längst dabei.


Windows 8 war notwendig, auch wenn so mancher (zum Teil zu Recht) seine Probleme damit hatte: Microsoft musste aber damals etwas in Hinblick auf Touch-Nutzung unternehmen, da Windows 7 definitiv ungeeignet dafür war.

Die Umsetzung des flachen Designs war aber wahrscheinlich zu radikal, doch längst haben viele andere IT-Konzerne diese auch "industriell" genannte Optik aufgegriffen, Metro war aber zweifellos ein "In your Face"-Ansatz: Zu früh und zu viel.

Das Startmenü

Ein "Klassiker" in hitzigen Debatten war vor allem das Startmenü bzw. dessen Fehlen: Der eine vermisste es, der andere nicht. Künftig wird beides möglich sein: Build 9834 zeigt, dass der Nutzer entscheiden kann, was er will: Er kann den modernen Startschirm nutzen (auch auf einem Desktop-PC), er kann das neue Startmenü im Metro-Stil belassen, oder alle "Kacheln" entfernen, sodass es an die Windows-7-Umsetzung erinnert.

Und wenn die Windows Technical Preview demnächst (hoffentlich) kommt, fängt die "Arbeit" erst richtig an. Microsoft wird Rückmeldungen erbitten und einfordern und kritische Anwender sollten davon auch intensiv Gebrauch machen: Ein "M$ ist doof, weil das eben so ist und immer schon war" ist zu einfach.

Argumentiert, beteiligt euch, macht Vorschläge, kritisiert (alles gerne hart, aber dabei stets fair). Das braucht Microsoft und will es auch. Und wir sind uns auch ziemlich sicher, dass das auch in Redmond ankommen wird.


Die Neuerungen, die es schon jetzt zu sehen gibt, sind ein erster Schritt, aber nicht ansatzweise der letzte. Der Weg, den man eingeschlagen hat, ist der richtige. Klar, man kann sich auch noch "verfahren" (spannend wird auch die Verschmelzung von Windows, Windows RT und Windows Phone werden), aber wir sind zuversichtlich.

Nein, wir sind uns sogar ziemlich sicher: Windows (9) wird das neue Windows 7. Das hat immerhin lange Tradition in Redmond, man möge sich nur an das Fiasko namens Vista zurückerinnern.

Kurzum: Wir freuen uns darauf. Und wie.

Siehe auch:
Microsoft, Logo, Windows Threshold, Threshold, Windows "Threshold", Windows 9, Windows 9 Threshold, Windows 9 "Threshold", Weibo Microsoft, Logo, Windows Threshold, Threshold, Windows "Threshold", Windows 9, Windows 9 Threshold, Windows 9 "Threshold", Weibo cnBeta
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