EA-Chef Wilson: "Haben nicht immer gut zugehört, bessern uns aber"

Electronic Arts, Ea, Logo Bildquelle: Electronic Arts
Der Großpublisher Electronic Arts hat immer noch mit einem schlechten Image zu kämpfen, viele sehen EA immer noch als ausschließlich auf Gewinn orientierten Spieleanbieter an. CEO Andrew Wilson hat nun in einem Interview ein weiteres Mal ein "Nostra Culpa" abgegeben und versprach, dass man dem Kunden besser "zuhören" will.

Spieler kommen vor Rendite

EA ist für viele Gamer nach wie vor ein Paradebeispiel für einen kapitalistischen Publisher, der Gewinn und seine Aktionäre vor die Spieler, also Kunden stellt. Daran ist man natürlich zu einem Großteil selbst schuld, man kann aber auch nicht leugnen, dass sich das Unternehmen in den vergangenen Monaten große Mühe gegeben hat, von diesem schlechten Image wegzukommen. Das hat auch EA-Chef Andrew Wilson in einem Interview mit Games Industry International ein weiteres Mal beteuert.
EA-CEO Andrew WilsonAndrew Wilson
Wilson wurde gefragt, ob es nicht generell schwierig sei, Diener zweier Herren, also Anleger und Spieler, zu sein: "Finanzrendite ist ein Ergebnis, aber es sollte keine Zielvorgabe sein", so Wilson. "Wir haben auf dieser Basis in den vergangenen zwölf Monaten viele Entscheidungen getroffen." Laut Wilson habe EA verstärkt einen Dialog mit den Spielern geführt, um schnell genug auf deren Wünsche reagieren zu können.

Battlefield-4-Probleme

Angesprochen wurde Wilson natürlich auf die Bug-verseuchte Veröffentlichung des Shooters Battlefield 4: Wilson meinte, dass er nicht versprechen könne, dass so etwas nie wieder passieren würde, da dies "unaufrichtig" wäre. Er verwies aber auf Titanfall und Battlefield: Hardline, beide Titel wurden verschoben, um die Qualität sicherstellen zu können. "Ich glaube nicht, dass wir das früher genauso gemacht hätten", so Wilson offen.

Als weiteren Beleg nannte er die "Need for Speed"-Reihe: Seit 17 Jahre habe es alljährlich einen neuen Teil des Rennspiels gegeben, das war genauso sicher wie eine neue FIFA-Ausgabe. "Aber das Team sagte, dass sie das, wozu wir sie herausgefordert haben, nicht innerhalb eines Jahres umsetzen können, also wird es dieses Jahr erstmals kein neues NfS geben."

Die Verschiebung von Battlefield: Hardline, die allerdings weniger technische (Bugs) als inhaltliche Gründe (Spieltiefe) hat, sei zwar eine "harte Entscheidung" gewesen, da man auf das lukrative Weihnachtsgeschäft verzichten müsse, was kurzfristig auch negative finanzielle Folgen haben werde. "Langfristig ist es aber eine richtige Entscheidung, für den Spieler wie für die Marke."

Wilson sprach auch ausführlich über das neue Spiele-"Abo"-Modell von EA Access und versprach, dass das Xbox-One-exklusive Angebot immer besser werden wird, genauso wie sich Netflix im Verlauf der Zeit verbessert habe. Electronic Arts, Ea, Logo Electronic Arts, Ea, Logo Electronic Arts
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