Julian Assange will Londoner Botschaft Ecuadors "bald" verlassen

Wikileaks, Julian Assange, Assange, Netzpolitik, Aktivist Bildquelle: Wikileaks
Der Aufenthalt des Wikileaks-Gründers Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London nähert sich wohl seinem Ende. In einer Stellungnahme erklärte er heute vor der Presse, dass er diese "bald" verlassen werde - wann es genau soweit sein wird, ist aber weiter unklar.
Bereits als die Ankündigung einer Pressekonferenz veröffentlicht wurde, wurden entsprechende Vermutungen laut. In Verbindung damit kamen auch Gerüchte auf, nach denen Assange gesundheitliche Probleme habe und behandelt werden müsse. Das bestätigte sich durch die Aussagen des Australiers aber nicht. "Ich werde die Botschaft bald verlassen, aber nicht aus den Gründen, die bei der Murdoch-Presse und auf Sky News zu lesen sind", erklärte er.

Assange gestand aber ein, dass die vergangenen zwei Jahre in der Botschaft seinem Gesundheitszustand nicht gerade zuträglich waren. Denn bei der Botschaft selbst handelt es sich nur um einen Teil eines Appartment-Hauses. Der Wikileaks-Gründer sitzt also seit zwei Jahren nur in einer Wohnung fest und verließ diese nicht einmal für einen Spaziergang. Nicht einmal Sonnenlicht bekäme er wirklich zu sehen, berichtete Assange.

Dieser war im Jahr 2012 in die Botschaft geflüchtet, um einer Auslieferung durch die britischen Behörden an Schweden zu entgehen. Dort ist ein Ermittlungsverfahren wegen Sexualdelikten gegen ihn anhängig und das Ziel der Behörden besteht darin, ihn als Beschuldigten vernehmen zu können. Assange weist die Vorwürfe allerdings zurück und beharrt stets darauf, dass es weiterhin keine Anklage gegen ihn gebe. Er befürchtet, dass der Zugriff der schwedischen Behörden auf seine Person nur genutzt werden solle, ihn an die USA auszuliefern.

Die Anwälte von Assange haben zuletzt die Aufhebung des schwedischen Haftbefehls verlangt. Diesen gebe es nun seit vier Jahren, ohne, dass die Ermittlungen einen wesentlichen Schritt vorangekommen wären. Es sei unverhältnismäßig, die Verfolgung des Australiers aufrecht zu erhalten.

Ecuador sichert weiteren Schutz zu

Die Entscheidung, die Botschaft demnächst zu verlassen, entstand nicht aus dem Grund, dass die ecuadorianische Regierung Assange die Unterstützung entziehen wolle. Das stellte der Außenminister des Landes, Ricardo Patino, klar. Ecuador werde ihm weiterhin seinen Schutz gewähren. Man habe außerdem in den USA ein Gerichtsverfahren gegen das FBI angestrengt, das zum Ziel hat, die Ermittlungen gegen Assange nach vier Jahren zu den Akten legen zu lassen. Wikileaks, Julian Assange, Assange, Netzpolitik, Aktivist Wikileaks, Julian Assange, Assange, Netzpolitik, Aktivist Wikileaks
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