Surface Pro 3 im Test: Microsofts fast perfektes Notebook-Tablet

Performance

Die Leistung des Microsoft Surface Pro 3 nimmt gegenüber dem Vorgängermodell noch einmal etwas zu und erreicht wie erwartet das Niveau eines Ultrabooks. Damit ist das Microsoft-Tablet der allgemeinen Konkurrenz in seinem Marktsegment natürlich haushoch überlegen, liefert der Intel Core i5-4300U in unserem Modell jedoch erheblich mehr Power als eine ARM-Plattform, wie sie in den meisten anderen Tablets verbaut wird. Mit zwei x86-Kernen auf Basis der aktuellen Intel "Haswell"-Architektur, die einen Basistakt von 1,9 Gigahertz bieten und per TurboBoost bei Bedarf auf bis zu 2,5 Gigahertz hochschalten, hat das Gerät aber eben auch eine Ultrabook-Plattform an Bord, die sonst in dieser Form in keinem anderen Tablet geboten wird. Angesichts der flachen Bauweise ist dies durchaus eine reife Leistung auf Seiten von Microsoft, allerdings auch ein zweischneidiges Schwert. Microsoft Surface Pro 3 Tipps & TricksUmlaufende Lüfterauslässe beim Surface Pro 3 So erreicht das Surface Pro 3 in Benchmark-Tests Werte, die sonst nur von Ultrabooks geboten werden und sich tatsächlich mit dem von Microsoft anvisierten Gegner MacBook Air messen können, doch wenn das Gerät entsprechend belastet wird, leidet auch die Akkulaufzeit, es wird recht laut und die beiden Lüfter kommen nicht mehr mit der Abfuhr der Abwärme klar, so dass gedrosselt werden muss. Im Benchmark mit 3DMark erzielt das Surface Pro 3 enorme 15.000 Punkte und setzt sich somit im Tablet-Segment klar an die Spitze. Im Vergleich zu Ultrabooks bewegt sich das Microsoft-Tablet im gesunden Mittelfeld und kann mit der breiten Konkurrenz gut mithalten, wie man es von anderen Geräten mit einer ähnlichen Core i5-Plattform kennt.

Leider hat die Leistung wie erwähnt ihren Preis. Sobald das Surface über längere Zeit stark belastet wird, steigt die Temperatur der CPU deutlich, so dass die Lüfter am oberen Rand kaum in der Lage sind, die von der Heatpipe herbeigeführte Hitze effektiv aus dem Gehäuse zu schaufeln. Dadurch greift nach einiger Zeit eine Schutzfunktion des Prozessors und die Plattform beginnt, den maximal erreichbaren Takt deutlich zu senken. Die Performance bricht dann dementsprechend ein, während die Lüfter deutlich hörbar hochdrehen, um die Wärme abzuführen. Manchmal kann es auch im Desktop-Betrieb zu einem recht lauten Lüftergeräusch kommen, so dass manche frühe Käufer des Surface Pro 3 begonnen haben, durch Eingriffe in die Systemeinstellungen den Maximaltakt des Intel-Chips herunterzuregeln, um das Gerät ruhig zu stellen. Microsoft Surface Pro 3Surface Pro 3: Reichlich Power, aber auch Hitzeprobleme Die in unserem Surface Pro 3 Testgerät verbaute SSD ist ein Modell mit 128 Gigabyte Speicherkapazität und erzielt im Test mit CrystalDiskMark Lesegeschwindigkeiten jenseits der Marke von 370 Megabyte pro Sekunde. Geschrieben wird mit maximal 120 Megabyte pro Sekunde, was sicherlich noch ausbaufähig ist, aber doch ein guter Wert. Bei den im Alltag häufig auftretenden 4K-Schreib- und Lesevorgängen kommt das Microsoft-Tablet auf beachtliche 70 und gut 276 Megabyte pro Sekunde, was gute Werte sind, die in dieser Form bei anderen Geräten kaum erreicht werden. Dies macht sich beim Umgang mit Anwendungen im Alltag sicherlich positiv bemerkbar. Die SSD des Surface liefert allgemein betrachtet gute Werte.

Insgesamt ist das Surface Pro 3 in Sachen Leistung bei Tablets einsamer Spitzenreiter und bietet - wenn man mit dem leider doch öfter deutlich hörbaren Lüfter und der Drosselung bei zu starker Hitzeentwicklung leben kann - eine unerreichte Performance. Wer kann schon von sich behaupten, dass er mit seinem Tablet problemlos und vor allem sehr schnell Videos rendern kann?

Software

Als Betriebssystem läuft auf dem Microsoft Surface Pro 3 natürlich ein normales Windows 8.1 inklusive der jüngsten Updates, so dass man in dieser Hinsicht keinen großen Unterschied zu anderen Windows-Geräten in Sachen Software feststellen kann. Natürlich werden daher auch alle Windows-Anwendungen unterstützt, die auf jedem anderen aktuellen PC genutzt werden können. Für Spiele ist das Tablet wegen der CPU-eigenen Grafik nur begrenzt geeignet. Die Vorteile des 3:2-Formats beim Bildschirm sorgen dafür, dass gerade das Arbeiten auf dem Desktop wie erwähnt gut von der Hand geht. Gefühlt agiert auch die neue Modern-UI von Windows 8.1 schneller als auf anderen Windows-Tablets, was entweder an der hohen Leistung oder aber an speziellen Anpassungen auf Seiten von Microsoft liegt.

Einzig die Integration von Microsofts hauseigener Notiz-Software OneNote unterscheidet das Tablet aus Redmond von der allgemeinen Konkurrenz der Windows-Tablets. Die Möglichkeit das Tablet per Druck auf den Knopf am Stylus aus dem Schlaf zu holen, dürfte für schnelle Notizen eine sehr praktische Ergänzug sein. Es bleibt außerdem abzuwarten, wann es die ersten angepassten Verwendungsmöglichkeiten für die Stift-Anbindung gibt, denn dann ergeben sich sicherlich weitere Optionen der Nutzung.

Dabei gibt es allerdings einen Wermutstropfen. Wie bereits in unseren ersten Eindrücken berichtet, kann es vorkommen, dass das Microsoft-Tablet nicht auf Kommando aufwacht, weil es in einen tieferen Stromsparmodus gewechselt ist, was in meinem Fall jedoch nicht häufig vorkam.

Die bekannten Probleme mit dem Aufbau von WLAN-Verbindungen konnte ich während meiner Testzeit mit einem Surface Pro 3 nicht nachvollziehen, bei einem weiteren Testgerät traten sie jedoch tatsächlich sporadisch auf. Microsoft Surface Pro 3 Tipps & TricksSurface Pro 3 mit Stylus an alternativem Aufbewahrungsort

Fazit

Microsoft gelingt mit dem Surface Pro 3 eine beinahe perfekte Mischung aus Laptop und Tablet. Das große neue Microsoft-Tablet bietet einen vollwertigen PC in einem extrem kompakten Format, den man durch die ansteckbare Tastatur und den Stylus mit zusätzlichen Fähigkeiten aufbohrt und sehr flexibel nutzbar macht. Das Surface bietet eine hohe Qualität, ein gutes Display und Leistung ohne Ende in Kombination mit einer ausreichenden Akkulaufzeit, die je nach Auslastung zwischen vier und neun Stunden liegt. Der Preis fällt mit mindestens 799 Euro allerdings in eine eigene Liga. Zudem geht es sehr schnell aufwärts, denn wirklich brauchbar wird es in Sachen Speicherplatz erst ab der mit 999 Euro noch einmal deutlich teureren Variante, die wir hier getestet haben.

Link: Microsofts Surface Pro 3 im Microsoft-Store

Surface Pro 3 Gewinnspiel und Tipp & Tricks auf der letzten Seiten!

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