Huawei geht aus dem Streit mit der US-Regierung als Sieger hervor

Microsoft, Smartphone, Betriebssystem, Windows Phone, Logo, Huawei Bildquelle: Huawei
Dem chinesischen Netzwerkausrüster Huawei hat der Spionage-Streit mit der US-Regierung nicht geschadet. Das Unternehmen legt kräftig zu und erobert sich einen immer größeren Teil des Marktes. Und die starke Expansion geht dabei noch nicht einmal auf Kosten der Gewinne - im Gegenteil.
Wie das Unternehmen mitteilte, habe man den Umsatz in der ersten Jahreshälfte immerhin um 19 Prozent steigern können. Die Grundlage dafür bildet neben der Erschließung immer neuer Märkte in fast allen Teilen der Welt auch der boomende Ausbau der Mobilfunknetze, die immer höhere Traffic-Lasten handhaben können müssen.

Einzig um die USA macht das Unternehmen inzwischen einen weiten Bogen. Von der Regierung des Staates wurde immer wieder behauptet, Huawei-Produkte seien nicht sicher, da die Chinesen in diese sicherlich Hintertüren einbauen, um andere Länder ausspionieren zu können. Nachdem alle Transparenz-Offensiven nichts halfen, kehrte das Unternehmen den USA komplett den Rücken. Durch die Snowden-Enthüllungen ist inzwischen klar, dass der US-Geheimdienst NSA seinerseits Hintertüren in US-Produkte einbaut, was dem Staat letztlich auf die Füße fiel und auch Huawei neue Kunden gebracht haben dürfte.

21,9 Milliarden Dollar Umsatz verzeichnete der Hersteller nun bereits. Doch nicht nur die Einnahmen gehen kräftig nach oben. Bisher lag der Schwerpunkt Huaweis klar auf der Hardware, die vergleichsweise günstig angeboten wurde. Die Gewinnmargen waren entsprechend gering. Nun sind sie allerdings von 12,2 Prozent vor einem Jahr auf nun 18,3 Prozent gestiegen. Laut dem Unternehmen liegt dies hauptsächlich daran, dass inzwischen neben der Hardware auch verstärkt Software und Dienstleistungen eine Rolle im Geschäft spielen.

Während das Unternehmen auf dem Weltmarkt für Telekommunikations-Infrastrukturen inzwischen eine Macht darstellt und mit den aktuellen Ergebnissen den schwedischen Konkurrenten Ericsson überholte, spielen Systeme für Firmennetzwerke noch eine untergeordnete Rolle. Hier geben weiterhin Cisco und Juniper den Ton an. Bei Huawei macht der Bereich nur einen einstelligen Prozentbetrag am Umsatz aus. Allerdings will man es dabei nicht belassen und das Management will in den kommenden Jahren einen klaren Fokus auf das Segment setzen. Huawei, Telekommunikation, Technik Huawei, Telekommunikation, Technik Huawei
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