Nacktheit: Google zwingt Musikblog zum Verpixeln von Plattencovern

Google, Logo, Suchmaschine Bildquelle: Google
Der Suchmaschinenbetreiber sitzt zwar im liberalen Kalifornien, die US-amerikanische Prüderie ist auch Google alles andere als fremd. Das musste nun ein renommiertes und preisgekröntes Musik-Blog aus Großbritannien erleben: Google zwang die Seite (künstlerisch wertvolle) Plattencover aufgrund Nacktheit zu verpixeln.
Drowned in Sound (DiS) verdient sein Geld zu einem signifikanten Teil mit Anzeigen, die über Google ausgespielt werden. Das britische Independent-Musik-Blog ist deshalb gewissermaßen an die Kalifornier gekettet, da Alternativen im Web-Werbegeschäft rar sind. Das hat aber zur Folge, dass man Google auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist - und sich auch absurden und lächerlichen US-Moralvorstellungen beugen muss.

Es geht wie so oft um Nacktheit oder das, was US-Amerikaner dafür halten: Wie die britische Tageszeitung The Independent berichtet, wurde DiS von Google mitgeteilt, dass Plattencover, auf denen "Nacktheit" zu sehen ist, entfernt oder teilweise unkenntlich gemacht werden müssen. Sollte das nicht innerhalb einer Zeitspanne von einigen Tagen erfolgen, dann würde der Geldhahn abgedreht.

Beanstandet wurden unter anderem die Covermotive zum Sigur Rós-Album "Med Sud I Eyrum Vid Spilum Endalaust" sowie Lambchops "OH (Ohio)": Auf ersterem sind die Hinterteile laufender Menschen zu sehen, letzteres zeigt ein Gemälde, auf dem zwei nackte Liebende dargestellt sind.

"Aufreizend bedeckte Körperteile"

Mit "Pornografie" haben beide nichts zu tun, zumindest nach unseren Maßstäben. Google wollte sich zum konkreten Fall nicht äußern, betonte aber, dass man an Webseiten mit "Erwachsenenmaterial" keine Werbeanzeigen ausliefere, diese Regelung habe es schon immer gegeben, so das Unternehmen.

Nacktheit ist in den Augen von Google ein sehr weit gefasster Begriff: Bei Nahaufnahmen von Genitalien, expliziten sexuellen Handlungen und ähnlichem kann man sicherlich keine Diskussionen führen, doch das Unternehmen verbietet auch "Bild- oder Video-Inhalte mit anzüglichen oder aufreizenden Posen" sowie Material mit "aufreizend bedeckten Körperteilen." Google, Logo, Suchmaschine Google, Logo, Suchmaschine Google
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