Trusted Shops: Online-Shops mit großen Mängeln im Widerrufsrecht

Online-Shop, Zertifikat, Trusted Shops Bildquelle: Trusted Shops
Seit dem 13. Juni 2014 gelten neue Verbraucherrechte für den Warenkauf in Deutschland. Doch Online-Händler haben noch viel zu wenig auf die geänderte Gesetzeslage reagiert und die neuen Verbraucherrechte umgesetzt. Das geht aus einer stichprobenartigen Untersuchung von Trusted Shops hervor.
Trusted Shops zertifiziert seit gut 15 Jahren Online-Shops, um durch die Verleihung von Gütesiegeln für Punkte wie Seriosität und Datenschutz eine Vertrauensbasis für Kunden zu schaffen. In diesem Jahr überprüft Trusted Shops auch die Einhaltung von gesetzlichen Regelungen und hilft Händlern dabei, ihre Schwachpunkte auszumerzen. Allerdings sieht es derzeit in Sachen neues Verbraucherrecht noch schlecht aus in Deutschland. Wie Trusted Shops mitteilte, haben bislang nur 34 Prozent die nötigsten Änderungen umgesetzt. 29 Prozent hätten noch gar nicht auf die neue Gesetzeslage reagiert. Untersucht wurden 100 Online-Händler.

Alte Belehrungen statt neue Rechtslage

Bemängelt wurde immer wieder die Umsetzung des neuen Widerrufsrechts: "Die Shopbetreiber greifen nach wie vor auf veraltete Belehrungen zurück, und auch das vorgeschriebene Muster-Widerrufsformular ist oft nicht verfügbar", sagte Carsten Föhlisch von Trusted Shops.

Das ist eigentlich auch gar nicht verwunderlich: Erst im Mai hatte Trusted Shops den unzureichenden Informationsstand vieler Online-Käufer, also von der anderen Seite im Handel, angemahnt. Kunden fühlten sich demnach bislang viel zu wenig und ungenau über die neue Gesetzeslage informiert, sodass also auf beiden Seiten derzeit Unklarheit herrscht. Für die Kunden ist die schlechte und teils fehlerhafte Übernahmerate natürlich ein großer Vertrauensverlust. Händler könnten das fehlende Wissen auch dazu nutzen, wichtige Rechte nicht einzuräumen - ob beabsichtigt oder nicht, sei einmal dahingestellt.

Über die Hälfte (51 Prozent) der Online-Käufer fühlten sich laut einer Studie von TNS Emnid im Auftrag von Trusted Shops aus dem Monat Mai 2014 nicht ausreichend über das neue Verbraucherrecht informiert. Diese Kunden gehen damit dem Online-Handel verloren, da sie aufgrund von fehlender Information tendenziell lieber auf den Kauf verzichten.

"Inwieweit die EU mit dem einheitlichen Verbraucherrecht ihr Ziel erreichen wird, den grenzüberschreitenden Handel zu fördern, bleibt abzuwarten", erläutert Ulrich Hafenbradl, Geschäftsführer von Trusted Shops.

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