BND-Agent soll NSA-Untersuchungsausschuss für NSA ausspioniert haben

Deutschland, Bundestag, Parlament, Minister, Plenum Bildquelle: Deutscher Bundestag / Marc-Steffen Unger
Es mag verwundern, dass ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) hierzulande wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit festgenommen wurde. Doch soll sich dessen Spionage gegen den eigenen Staat gerichtet haben.
Die mit dem aktuellen Überwachungsskandal beschäftigte Recherchegruppe der öffentlich-rechtlichen Sender NDR und WDR sowie der Süddeutschen Zeitung hat in Erfahrung gebracht, dass der 31-jährigen Deutsche am vergangenen Mittwoch verhaftet wurde. Es steht der Verdacht im Raum, dass dieser den so genannten NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages ausspionierte und seine Informationen an einen US-Geheimdienst weitergab.

Gestern beschäftigten sich demnach im Bundestag das Parlamentarische Kontrollgremium und die Obleute des Untersuchungsausschusses in einer gemeinsamen Sondersitzung mit dem Fall, hieß es aus Regierungskreisen. Der BND-Mitarbeiter soll mehrfach von dem US-Geheimdienst befragt worden sein und mindestens einmal über die Aktivitäten des NSA-Untersuchungsausschusses in die USA berichtet haben.

Man dachte zuerst an die Russen

Als der Verdacht gegen den BND-Mitarbeiter aufkam, nahm man erst an, dass dieser mit einem russischen Geheimdienst in Kontakt getreten sei. In Vernehmungen soll er dann aber gestanden haben, Informationen an einen US-Dienst geliefert zu haben. Die Ermittler überprüfen dem Bericht zufolge derzeit die Angaben des Verdächtigen. Immerhin sei nicht auszuschließen, dass der Mann in der Vernehmung falsche Angaben gemacht hat. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre dies der bisher größte Skandal um einen deutsch-amerikanischen Doppelagenten in der Nachkriegszeit.

Unabhängig vom aktuellen Verdachtsfall haben die deutschen Sicherheitsbehörden schon seit Längerem befürchtet, dass der Ausschuss von ausländischen Nachrichtendiensten ausspioniert werden könnte. An die Obleute des Untersuchungsausschusses wurden bereits Kryptohandys zur verschlüsselten Kommunikation ausgegeben. Zudem wurden die Sicherheitsvorkehrungen in der Geheimschutzstelle des Bundestages verstärkt. Dabei handelt es sich um einen speziell abgeschirmten Raum, in dem Abgeordnete als geheim klassifizierte Unterlagen einsehen können. Spionage, Spion, Agent Spionage, Spion, Agent
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