Microsoft schließt sich in Sachen "Internet der Dinge" Qualcomm an

AllSeen Alliance, AllSeen, AllSeen Alliance Logo Bildquelle: AllSeen Alliance
Microsoft hat sich in Sachen Heimautomatisierung auf die Seite des Chipherstellers Qualcomm geschlagen und schließt sich nun offiziell der AllSeen Alliance an. Diese hat die Etablierung eines Standards für die Kommunikation zwischen Haushaltsgeräten verschiedenster Art zum Ziel, bewegt sich also im Bereich des sogenannten "Internet of Things".
Die AllSeen Alliance, die neben Qualcomm auch noch aus zahlreichen anderen Unterstützern besteht, zu denen unter anderem LG, Sharp und Panasonic gehören, will mit ihrem Standard die Grundlage für die Kommunikation zwischen Hausgeräten mit Internet-Anbindung schaffen. Natürlich gibt es aber auch noch diverse andere Firmen und Gruppen, die sich in diesem Bereich engagieren.

So wollen Konkurrenten von Qualcomm schon in der nächsten Woche nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters eine eigene Allianz bekanntgeben, um mit einem konkurrierenden Standard gegen die Gruppe um Qualcomm und Microsoft anzutreten. Ob die Schaffung eines weiteren Wettbewerbers nun produktiv ist, oder die Standardisierung von Protokollen eher bremst, dürfte für einige Diskussionen sorgen.

Google und Apple setzen auf eigene Konzepte

Qualcomm, Microsoft und die anderen Unterstützer der AllSeen Alliance gehen davon aus, dass die schnelle Einführung von Standards für Hausgeräte und andere nun erstmals mit Anbindung an Netzwerk und Internet versehene Produkte wie Uhren, Autos und Elektronikgeräte die schnellere Einführung solcher Erzeugnisse ermöglichen kann. Weil die Geräte mit einer einheitlichen Kommunikationsplattform zueinander kompatibel gemacht werden, könnten sich die Hersteller und die Kunden dadurch eher darauf verlassen, dass ihre Produkte wirklich miteinander "sprechen" können.

Natürlich wird auch die Entwicklung von Software für die diversen Produkte dadurch erleichtert. Allerdings gibt es auch hier mehrere große Hersteller, die ihr eigenes Süppchen kochen. Apple setzt auf ein System namens "HomeKit", während Google erst zur Entwicklerkonferenz I/O jüngst verkündete, dass man mit Mercedes und Whirlpool an einer Kompatibilität von deren Produkten mit den Thermostaten und Rauchmeldern der Google-Tochter Nest arbeitet.

Intel gab sich ebenfalls kritisch, denn bisher gebe es zwar verschiedene Gruppen, die unterschiedliche Ansätze zur Beseitigung der Herausforderung der Konnektivität im "Internet der Dinge" verfolgen, doch noch sei nicht zu erkennen, dass eines der Konzepte alle nötigen Anforderungen wirklich erfüllen kann. Bis Kühlschrank, Herd, Ofen, Auto und Uhr also ohne Probleme miteinander kommunizieren können, wird es wohl noch eine Weile dauern. AllSeen Alliance, AllSeen, AllSeen Alliance Logo AllSeen Alliance, AllSeen, AllSeen Alliance Logo AllSeen Alliance
Mehr zum Thema: Microsoft Corporation
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