Russland will weg von US-Herstellern und entwickelt seine eigene CPU

Prozessor, Chip, Arm, Gpu Bildquelle: ipal GmbH
Russland will bei der Ausstattung seiner IT-Systeme nicht mehr länger von den USA abhängig sein. Deshalb investiert die Regierung jetzt einen zweistelligen Millionen-Dollar-Betrag in die Entwicklung eines eigenen Prozessors namens "Baikal".
Dabei setzt man als Grundlage auf die Architekturen des britischen Chip-Designers ARM. Dessen Cortex A-57 soll im Zuge des Entwicklungs-Projektes herangezogen werden, um die in der Roadmap definierten Prozessoren Baikal M und M/S zu entwickeln. Die Chips sollen mit einer 64-Bit-Architektur arbeiten. Bis zu acht Kerne will man dabei mit jeweils 2 Gigahertz takten.

Bereits im kommenden Jahr sollen die CPUs einsatzbereit sein, berichtet die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass. Federführend bei der Entwicklung ist dabei das Unternehmen T-Platforms, das bisher vor allem für die Konstruktion von Supercomputern zuständig war. Unterstützung kommt dabei vom staatlichen Rüstungskonzern Rostec sowie vom ebenfalls staatlichen Technologie-Unternehmen Rosnano.

5 Millionen Rechner werden ausgetauscht

Ab 2015 sollen die Chips den Weg dahin ebnen, die bisher eingesetzten Rechner mit Intel- und AMD-Prozessoren in Behörden und anderen staatlichen Stellen wie Firmen, die sich in öffentlicher Hand befinden, auszutauschen. Russland will die Chips dabei sowohl in PCs als auch in kleineren Servern zum Einsatz bringen.

Jährlich geht es allein auf der staatlichen Ebene um rund 700.000 PCs mit einem Handelswert von 500 Millionen Dollar. Hinzu kommen noch einmal etwa 300.000 Server für 800 Millionen Dollar, die in jedem Jahr neu angeschafft werden. Insgesamt befinden sich in dem definierten Einsatzbereich rund 5 Millionen Systeme im Einsatz.

Bei der Produktion setzt man erst einmal auf ein 28-Nanometer-Verfahren. Dieses ist für Chips dieser Art derzeit am weitesten verbreitet, so dass es hier keine Probleme bei der Produktion geben sollte. In zwei Jahren will man dann auf eine 16-Nanometer-Architektur umstellen und bis zu 16 Kerne zusammenschalten. Unklar ist bisher noch, ob die Prozessoren oder mit ihnen ausgestattete Rechner auch auf dem freien Markt verfügbar sein werden. Prozessor, Chip, Arm, Gpu Prozessor, Chip, Arm, Gpu ipal GmbH
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