Kim Dotcom lobt Millionen-Belohnung für Korruptions-Beweise aus

Kim DOTCOM, Kim Schmitz, Mega Bildquelle: MEGA
Der umtriebige Unternehmer Kim Dotcom greift bei dem Versuch, eine Abschiebung aus Neuseeland in die USA zu verhindern, offenbar nach dem letzten Strohhalm. 5 Millionen Dollar lobte er nun als Belohnung für denjenigen aus, mit dessen Unterstützung dies gelingt.
Im Zusammenhang mit seinem früheren Filehoster Megaupload wollen ihn die US-Behörden vor Gericht stellen. Die Vorwürfe belaufen sich auf Verschwörung zu Urheberrechtsverletzungen, Geldwäsche sowie Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Über mehrere Instanzen neuseeländischer Gerichte versuchte er das Verfahren aus den USA abzuwehren - und verlor zuletzt vor dem Obersten Gerichtshof seines aktuellen Heimatlandes.

Nun versucht Dotcom sich in einem womöglich letzten Trick. "Wir suchen nach Informationen, die unrechtmäßiges oder korruptes Verhalten der US-Regierung, der neuseeländischen Regierung, von Geheimdiensten, Strafverfolgungsbehörden und Hollywood beweisen", erklärte der Unternehmer gegenüber dem Magazin TorrentFreak. Wer immer diese liefert, soll die fraglichen 5 Millionen Dollar erhalten.

Er betonte, dass auch seine Anwälte der Überzeugung sind, dass die Weitergabe entsprechender Informationen nicht unrechtmäßig wäre. Sollten die fraglichen Stellen trotzdem versuchen, dem Überbringer juristisch beizukommen, sichert Dotcom zusätzlich einen bestmöglichen Rechtsbeistand auf seine Kosten zu.

Übermittlung an den Guardian

Eine Belohnung soll es allerdings nicht nur geben, wenn die übermittelten Informationen helfen, seinen Prozess zu gewinnen. Auch weniger hilfreiche Veröffentlichungen sollen eine Anerkennung nach sich ziehen - wobei hier unklar ist, welcher Betrag hier gezahlt werden soll. Entsprechende Informationen will Dotcom auch nicht selbst erhalten. Um der Sache eine möglichst große Seriosität zu geben, sollen sie im Whistleblower-Briefkasten der britischen Tageszeitung The Guardian hinterlegt werden, damit Journalisten die Möglichkeit haben, der Sache auf den Grund zu gehen.

Das Vorgehen der US-Behörden gegen Dotcom wird von verschiedenen Seiten als unsauber eingestuft. Denn sie gingen mit US-Recht gegen einen Dienst vor, der überhaupt nicht in ihrem Hoheitsgebiet angesiedelt war. Außerdem sollen auf ihr Betreiben hin auch in Neuseeland polizeiliche Aktionen gelaufen sein, die so nicht vom Gesetz gedeckt waren. Kim DOTCOM, Kim Schmitz, Mega Kim DOTCOM, Kim Schmitz, Mega MEGA
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